backtotop
Informationen
Postal 3 Der Dude ist zurück!
Seite 1 \\ Der Dude ist zurück!
 Seite 1  Der Dude ist zurück! 
 Seite 2  Fazit 
Postal dürfte jedem Spieler ein Begriff sein und ist spätestens auch seit dem tollen Kinofilm von Legende Uwe Boll in aller Munde. Mit Postal 3 veröffentlicht Entwickler Running With Scissors nun den neusten Teil der Serie. Mit Source- statt Unreal-Engine und in der Third- statt First-Person-Ansicht. Haben wir es trotzdem mit einem kleinen Geheimtipp, voller abgedrehter Ideen und massig schwarzem Humor zu tun? Unser Testbericht gibt Aufschluss.

Der virtuelle Wahnsinn
Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Den vor insgesamt neun Jahren erschien das skandalbehaftete Postal 2, 2005 der Film von Uwe Boll und Postal 3, das uns jetzt vorliegt, sollte zuerst 2008 erscheinen. Nun, vier Jahre später ist es endlich soweit. Soviel vorweg: Auch Postal 3 schert sich wenig um politische Korrektheit, kennt keine geschmacklichen Grenzen und ist auch sonst schlichtweg einfach nur abgedreht. Auch erzählerisch (wenn man das so kennen kann) knüpft der Titel an den Vorgänger an. Nachdem der Dude das süße Örtchen Paradise mit einer Atomexplosion dem Erdboden gleichgemacht hat, sucht er in Catharasis einen neuen Anfang. Gelingen tut dieser Neuanfang natürlich nicht. Ihr begleitet den Dude nun dabei, mit simplen Jobs Geld zu verdienen. So simpel diese Jobs beginnen, so unnormal arten sie aus. In der ersten Mission ist es zum Beispiel eure Aufgabe, im örtlichen Sexshop Taschentücher aufzusaugen (ihr wisst sicherlich, warum...) und für ein sauberes Örtchen zu sorgen. Dass Anti-Sex-Demonstranten den Laden stürmen, kann ja niemand ahnen... Die beschießt ihr dann mit erwähnten Tüchern, um sie in die Flucht zu schlagen. Oder aber ihr wollt einer Tierschutz-Organisation helfen, streunende Katzen einzufangen. Die sind zudem natürlich an Aids erkrankt. Doch auch diese simple Aufgabe endet nicht gut für den Dude: Die chinesische Mafia verfolgt unseren Helden fortan, immerhin brauchen die die süßen Kätzchen für ihre Restaurant...


Der Spielablauf von Postal 3: Ballern, ballern, ballern.


Was sich total abgedreht anhört, sind tatsächlich Missionen im Spiel. Neu ist dabei nur, dass ihr in der Third-Person-Perspektive um euch schießt. Und schießen tut ihr im wahrsten Sinne des Wortes mehr als genug. Dabei kommt euch allerhand vor die Flinte: Polizisten, Aktivisten, Zivilisten und Taliban. Das Ganze ist so überzogen blutig dargestellt, dass es schon wieder lustig ist. Köpfe platzen, Blut spritzt, Körperteile fliegen - hier bekommt ihr die volle Dröhnung Gore. Wie lang Postal 3 so käuflich erwerbbar sein wird, weiß nur die Zeit.

Nicht linear abhängig
Postal 3 verläuft im Gegensatz zu seinem Vorgänger streng linear. Catharsis dürft ihr nicht großartig erkunden. Im Prinzip spult ihr nur die einzelnen, kranken Missionen ab, sorgt für Chaos und erfreut euch an dem rabenschwarzen Humor, den so nur wenige Spiele zur Schau stellen. Allgemein hält man aber an den Versprechungen nicht fest. Die Linearität war zum Beispiel nicht so geplant, Postal 3 sollte ein Open-World-Titel werden. Auch eine Konsolenfassung wird es nach derzeitigem Kenntnisstand wohl nicht geben. Besonders doof ist allerdings die Länge von Postal 3. Nach knapp sechs Stunden habt ihr den Titel durchgespielt. Sieht man auch von dem abgedrehten Gameplay ab, ist Postal 3 im Prinzip durchweg schlecht und belanglos.


Postal 3 ist grafisch schwach und recht linear.


Schlechte Effekte, matschige Texturen, peinliche Animationen, doofe Sounduntermalung - im Prinzip stimmt hier nichts. Ganz abgesehen von der grauenvollen KI. Auch die Steuerung zickt stellenweise rum und macht besonders das Zielen zur Glückssache. Hat Postal in der First-Person-Perspektive noch gut funktioniert, wirkt gerade deshalb der Sprung in die Third-Person-Perspektive wie ein Rückschritt. Dabei hätte man mit dem Sprung auf die Source-Engine von Valve definitiv ein paar grafische Finessen hervor zauber können.

Entwickler Running With Scissors

Verlag Akella

Gut oder wahnsinnig? Die Wahl liegt bei Ihnen. Nach dem apokalyptischen Ende von Postal Dudes Woche in Paradise, folgen wir ihm und seinem verrückten Pitbull Champ bei ihrer Emigration in die Schwesterstadt Catharsis. Leider stellt sich heraus, dass Catharsis wegen dem weltweiten wirtschaftlichen Zusammenbruch, psychotischen "grünen" Extremismus und Regierungskorruption kein besserer Platz zm Leben ist. Welchen Weg werden Sie wählen, wenn Sie mit den Possen eines scheinheiligen, intriganten Bürgermeisters konfrontiert werden? Einem durchdrehenden Cartoon-Maskottchen mit al-Quaida-Verbindungen? Dem Kader aus ... [...]

Postal 3
Der Dude ist zurück!
 Navigation
  Seite 1  Der Dude ist zurück! 
  Seite 2  Fazit 
Zur Galerie