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Bayonetta Kann Dante einpacken?
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Mit Bayonetta hat Sega ein Spiel veröffentlicht, dass schon vor dem offiziellen Verkaufsstart Traumwertungen einfahren konnte. Ob der Titel dem Hype Gerecht wird und jede Zielgruppe anspricht, klärt unser Review.

Buntes Japan
Hinter Bayonetta steht der Japaner Hideki Kamiya. Und alles, was Hideki anfasst, wird zu Gold. So hat der Herr zum Beispiel schon an Top-Titeln wie Resident Evil, Okami und Devil May Cry mitgearbeitet. Und Bayonetta fügt sich nahtlos in diese Blockbuster-Riege ein, ist ein verdammt gutes Actionspiel geworden und viel mehr als ein simpler Klon von Devil May Cry.


Bayonetta ist alles, nur kein Standard

Schon direkt zu Beginn erschlägt uns Bayonetta förmlich mit bildschirmfüllender Action. Unsere süße Hexe stürzt mit einem Kirchturm einen Abgrund herab und prügelt sich in hollywoodreifem Stil durch Engelshorden. Hört sich verrückt an - und ist es auch. Im Hintergrund erzählt eine Männerstimme die bisherige Geschichte. Es ist allerdings schwer, sich anhand der abgefahrenen Action darauf zu konzentrieren. Aus Versehen zufällig ausgelöste Monsterkombos und -Aktionen sind erst der Anfang. Gefolgt von schnellen Schnitten und genialen Zwischensequenzen brennt Bayonetta schon vor dem eigentlichen Spielbeginn ein Feuerwerk der Extraklasse ab.


Die Kämpfe sind fordernd, Profis freuen sich

Trotzdem ist Bayonetta bis dato höchstens gleichauf mit dem preisgekrönten Devil May Cry, Innovationen suchen wir vergebens. Aber die Kleinigkeiten machen den Titel aus. Bayonetta ist alles andere als stereotyp, beschreitet neue Wege beim Level- und Gegnerdesign und ist vor allen Dingen eins: fordernd. Trotzdem bleibt Bayonetta jederzeit fair; ein Durchlauf ohne den virtuellen Bildschirmtod ist aber - wenn man nicht unbedingt auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad spielt - unmöglich.

Seltsam, anders, Bayonetta
Worum genau es in Bayonetta geht, wird zu Spielbeginn nicht ganz klar - im Gegenteil: das Spiel lässt euch mit vielen offenen Fragen da stehen. Selbst der Unterschied zwischen gut und böse wird nicht deutlich. Unsere Heldin weiß aber auf jeden Fall eins: dass sie ihre übersinnlichen Kräfte immer noch verdammt gut im Griff hat, um damit den Himmselkreaturen im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle heiß zu machen. Schon zu Beginn merkt man: die Entwickler haben die ganze Story zwar absolut abstrus umgesetzt, im Endeffekt gibt aber doch alles einen Sinn. Erwähnenswert ist hier vor allen Dingen, wie sich Bayonetta präsentiert: das himmlische Endzeitszenario ist alles andere als düster. Im Gegenteil: viele Details wirken abstrus und überzogen - man muss die Entwickler hier für den Mut loben, den sie mit der Fantasywelt von Bayonetta an den Tag gelegt haben. Das gilt aber nicht nur für die Spielewelt, sondern auch für actionreichen, abgedrehten Kämpfe. Bayonetta lässt nämlich nicht nur die Fäuste fliegen, sondern kann auch ihre vier Knarren zu Wort kommen lassen. Richtig gehört: während der Standard-Actionheld von heute nur mit zwei Ballermännern um sich schießt, nutzt unsere Hexe ihre Füße noch dazu, um für eine bleihaltige Umgebung zu sorgen.

Entwickler PlatinumGames Inc.

Verlag Sega

Bayonetta – letzte Überlebende eines Hexenclans aus alter Zeit, welcher einst das Gleichgewicht zwischen Licht, Dunkelheit und Chaos garantierte. 500 Jahre lang lag Bayonetta zu ihrem eigenen Schutz – und dem der ganzen Welt, wie wir sie kennen – begraben. Ihre Befreiung und Wiederbelebung lösen eine Ereigniskette aus, deren Auswirkungen möglicherweise katastrophal sind. Ohne etwas über ihre Vergangenheit zu wissen, muss Bayonetta zugleich um die Zukunft kämpfen und der Wahrheit auf die Spur kommen. Der Erfüllung dieser gewaltigen Aufgabe stehen unzählige feindliche Engel und kolossale Widersacher im Weg. ... [...]

Bayonetta
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