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Dynasty Warriors 9 Wu Xhin jetzt?
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 Seite 1  Weites Land, weiter Marsch 
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Das Dynasty Warriors Franchise gehört bekanntlich zu Sascha liebsten Spielereihen, so hat er sich auch nicht lumpen lassen, den neunten Teil der Hauptreihe unter die Lupe zu nehmen. Dieses Mal gingen die Entwickler der Omega Force einen neuen Schritt und lassen euch auf eine offene Spielwelt los. Ob das ein gelungener Satz nach vorn war er fahrt ihr in unserem Review. 

Musou-Museum 
Wer nicht mit der fast schon als als eigenes Genre zu bezeichnenden Spielreihe und ihren zahllosen Spin Offs vertraut ist, dem soll hier noch einmal kurz geholfen werden. In Dynasty Warriors, im Original Shin Sangoku Muso, spielt ihr jeweils einen aus der chinesischen Zeit der drei Reiche stammenden Helden. Die mehr oder weniger historischen Charaktere sind animeüblich zu Fantasy-Helden stilisiert, haben jeweils unterschiedliche gewaltige Waffen und coole Outfits. Mit diesen Helden bestreitet ihr eine Massenschlacht mit unterschiedlichen Sub-Szenarien. Knapp runtergebrochen ist Dynasty Warriors ein No-Brainer mit mehrstelligem KO-Count. Über die inzwischen 18jährige Lebenszeit der Reihe sind immer neue Features und Charaktere und SpinOffs erschienen, das Kernprinzip blieb sich bis heute treu. 


Wieder sehenswert: die Charakter-Designs


Der offene Irrgarten
Mit Dynasty Warriors 9 gingen Publisher Koei Tecmo und Entwickler Omega Force einen neuen Schritt, der sich in den SpinOffs der letzten Jahre abzeichnete - statt auf einzelnen in sich geschlossenen Schlachtfeldern kämpft ihr euch nun durchs offene China. Durch Dimensionen wie beispielsweise bei Samurai Warriors 4-II und erste stabilere Schritte Richtung Open-World-RPG in Samurai Warriors: Spirit of Sanada oder dem stark verwandten Toukiden 2 standen die Zeichen gut. Die Geschichte der drei Reiche und auch die Kampagnen der einzelnen Dynasty Warriors Titel bieten durchaus die Möglichkeit eines roten Fadens. Dennoch will der saubere Übergang nicht gelingen. Der Vorteil der durchaus riesigen Schlachtfelder der bisherigen Titel war stets, dass nahezu alle Bereich der Karte Kämpfe, Events oder Schätze boten und so zum Erkunden einluden. Was auf einem großen Schlachtfeld funktioniert, funktioniert auf einem gefühlt endlosen Schlachtfeld nicht. Gegnergruppen trefft ihr zwar auch aller Nase lang, doch verlieren sich die kurzen Kämpfe in den zeitweise ewig langen Zwischenräumen. Der größte Nachteil bot sich uns aber erst, als wir einige neue Charaktere freischalteten. Für gewöhnlich steigt ihr mit diesen Charakteren in ein Schlachtfeld ein, das ihr bereits beendet habt, oder nehmt sie mit auf die nächste Mission. In Dynasty Warriors 9 ist dies leider nicht möglich und ihr müsst ein neues Spiel mit einem neuen Charakter beginnen.


Solche Situationen sind Musou-Standard, im neuen Teil verlieren Sie sich aber in der weiten Welt


Und täglich grüßt das Turban-Tier
Dies hat zwei Auswirkungen, die den Spielspaß erheblich senken. Ein neues Spiel bedeutet auch, dass ihr sämtliche Missionen erneut spielen müsst, die euer vorheriger Charakter bereits erledigt hat - nicht ganz so tragisch, Wegpunkte bleiben euch erhalten und so könnt ihr zumindest zum nächsten Punkt reisen und euch den ab dann überstarken Gegnern mit weit höherem Level stellen. Für Fans der Reihe mal Fachchinesisch gesprochen: Ja, ihr müsst mit jedem Charakter die Schlacht der Gelben Turbane durchmachen. Sorry. Die zweite Spaßbremse ist allerdings weitaus ärgerlicher: Habt ihr euch entschieden, dass ihr doch lieber mit eurem vorherigen Charakter weiterspielen möchtet, so erfahrt ihr eine böse Überraschung: auch hier dürft ihr von vorn beginnen. Ein No-Go, das uns sehr schnell den sonst immer großen Spaß an Musou versaut hat.


So hübsch sieht es im Spiel leider nicht immer aus


Wie man Leere leerer macht
Leider tut sich mit der offenen Welt noch ein weiteres Problem auf, das zuvor gut kaschiert werden konnte. Die Umgebungen der Schlachtfelder waren oft leicht labyrinthartig angelegt, somit konnten größere Gebäude, Berge oder Befestigungen das Spielfeld abwechslungsreich gestalten, ohne dabei optisch das Hauptaugenmerk zu sein, Die Charaktermodelle sind seit jeher DAS Merkmal der Reihe, Effekte, Kostüme und Waffen konnten schon immer mehr beeindrucken als leere Städte oder Irrgärten, Berghöhlen und andere Gebiete. Mit der offenen Welt hat sich die grafische Qualität der Umgebung leider nicht verändert, weite Strecken sind spärich bebäumelt, bebuscht oder - gerade Städte - belebt. Selbst die Stützpunkte bieten nur eine Handvoll Bewohner, was in den oben angesprochenen Titeln ganz anders aussah. Hier und da gibt es natürlich auch schöne Ecken, trotzdem nimmt die Entscheidung zur offenen Spielwelt viele Möglichkeiten, den Fokus auf die Spielfigur zu richten und die Darstellungs-Qualität somit aufzuhübschen.  Musou hat über die Jahre schon mehrfach mit einem komplexeren Rollenspielsystem experimentiert, bisher scheiterte es jedes Mal. Auch hier gibt es zu viele Versuche des Craftings, die für das eigentliche Massenschlachten absolut nicht nötig sind. Viele der Möglichkeiten wie beispielsweise auch austauschbare Waffengattungen und Dialoge mit NPCs, Händler waren Ideen, die mehrfach fallengelassen wurden. Random Quests die euch einfach zu einem x-beliebigen Gegner in der Nähe leiten, den ihr besiegen müsst bringen einen weiteren Punkt hinzu, der das Spiel ungeschickt aufbläst.


Entwickler Omega Force

Verlag Koch Media

Dynasty Warriors geht endlich in die nächste Runde. Aggressiver, frischer und innovativer: In Dynasty Warrior 9 kämpfen Sie im feudalen China Warlords um die Macht - während die Han-Dynastie langsam an Strahlkraft verliert, steigt langsam der Stern der Drei-Reiche-Ära. Zusätzlich zur klassisch-beliebten und ikonischen "Einer-gegen-Tausend"-Action hält das Spiel eine Vielzahl von Neuheiten bereit - Fans können sich auf neue Inhalte, Features und Charaktere freuen. [...]

Dynasty Warriors 9
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