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Husk Das große Zittern
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Husk - ein Titel, der mit ambitionierten Zielen bestechen möchte. Als eine Mischung aus Alan Wake und Silent Hill sollte man sich den First Person Horrortitel vorstellen können. Wir haben uns für euch in das verlassene Shivercliff gewagt, um unsere verschwundene Familie zu finden und zu retten. Was wir anstelle dessen gefunden haben, erfahrt ihr hier.


Husk entführt euch in das eigentlich recht beschauliche Städtchen Shivercliff


Eine Story mit Grundpotential
Es ist 1995. Euer Vater liegt im Sterben. Sein letzter Wunsch: Euch und eure Familie noch ein letztes Mal zu sehen. Auch wenn er zuvor nie ein guter Vater oder Großvater war, könnt ihr ihm diese letzte Bitte nicht ausschlagen. So macht ihr euch als Matthew Palmer mitsamt Frau und Kind auf den Weg nach Shivercliff, einem kleinen Stätdchen an der Küste, das früher vor allem vom Frachthandel lebte. Auf dem Hinweg im Zug beschließt ihr, für einen Moment die Augen zuzumachen. Als ihr jedoch nach dem kurzen Nickerchen aufwacht, sind eure Frau und Tochter verschwunden. Auch der Rest des Zuges scheint wie leergefegt. Nur ein paar Koffer liegen vereinzelt in den Gängen und auf den Sitzen, von Menschen jedoch keine Spur. Ihr durchkämmt also den gesamten Zug, als dieser plötzlich entgleist. Als ihr aufwacht, liegt ihr noch immer an der Unglücksstelle, doch auch hier scheint außer den Absperrungen rund um den Zug und wenigen leeren Polizeiautos keine Menschenseele in der Nähe zu sein. Also macht ihr euch auf, eure Familie zu finden und das Mysterium um die Geschehnisse zu lüften. Während eurer Reise lernt ihr immer mehr über euren Protagonisten und seine Familie. Doch Vorsicht: Husk konfrontiert euch mit Themen, die nicht leicht zu verdauen sind, sofern ihr euch darauf einlasst. Alkoholkrankheit und häusliche Gewalt sind zwei solcher Themen. Eine interessante Story ist demnach gegeben und wirkt auf den ersten Blick atmosphärisch.


Dort trefft ihr gelegentlich auf Monströsitäten...


Die Atmosphäre?
Auch das Leveldesign kann sich einigerorts durchaus sehen lassen. Die einzelnen Umgebungen sind detailreich gestaltet und auch grafisch ist das Spiel dank Unreal Engine schön anzusehen. Dazu kommt der Soundtrack von Arkadiusz Reikowski, der bereits die musikalische Untermalung für ähnlich gelagerte Titel wie das lovecrafteske Layers of Fear und die Weiterführung des Unglücks am Djatlow-Pass, Kholat, beisteuerte. Das Sounddesign abseits der musikalischen Untermalung ist gelungen, bietet jedoch nur wenige besondere Momente. Deutlich zu bemerken sind auch die Liebe zum Detail, sowie das Herzblut, das die Entwickler auch außerhalb des eigentlichen Spiels in Husk gesteckt haben. So hat die Stadt Shivercliff, in der Husk spielt eine eigens eingerichtete Homepage bekommen, die euch Informationen über die Stadt bietet und mit nächtlichen Impressionen zu einem Besuch bewegen will.


...gegen die ihr euch natürlich auch wehren könnt


Der wahre Horror
Dennoch mangelt es Husk an einigen Ecken und Kanten. Das Spiel setzt bewusst nicht darauf, euch mit unzähligen Jumpscares zu bombardieren oder euch von einem Schreckmoment in den nächsten zu hetzen. Der eigentliche Fokus soll vielmehr auf der Grundstimmung und Atmosphäre, die das Städtchen Shivercliff in Verbindung mit den mysteriösen Geschehnissen erschaffen soll, liegen. Doch so richtig will dies dem Spiel nicht immer gelingen. Das grundlegende Ambiente ist zwar gegeben, jedoch haben wir uns innerhalb der gerade einmal ca. 5 Stunden Spielzeit, die Husk bietet eher selten wirklich gegruselt. Die Gegenden wirken aufgrund der recht seltenen Begegnungen mit den Monstern, die in Husk ihr Unwesen treiben auf Dauer sehr verlassen, wenn nicht sogar völlig leer, leider auch steril. Dadurch wird die angestrebte Atmosphäre, die durchaus bedrückend wirken könnte, spärlich und recht dünn. Auch das Voice Acting lässt von Zeit zu Zeit zu wünschen übrig und die deutsche Lokalisation im Menü ist eher schlecht als recht umgesetzt. Die komplex wirkende Story ist darüber hinaus zwar ein guter und eher seltener gesehener Ideenansatz, wollte uns aber in ihrer Umsetzung auch nicht so recht überzeugen.


Ansonsten besticht Shivercliff durch seine Wahrzeichen wie den nahe gelegenen Leuchtturm


Das größte Manko liefern jedoch Performance und Steuerung. So kam es vor allem in früheren Builds des Spiels zu plötzlichen Frameeinbrüchen und diversen Rucklern, die euch unsanft aus der sowieso schon recht spärlichen Atmosphäre reißen. Die Steuerung trägt ebensowenig dazu bei, eine flüssige und immersive Spielwelt zu generieren. So müsst ihr euch, um ein Objekt aufzuheben oder Türen zu öffnen in ganz bestimmten Winkeln positionieren, damit es euch überhaupt gelingt. Außerdem kam es von Zeit zu Zeit dazu, dass der Input auf der Tastatur gar nicht erst in das Spiel übertragen wurde und erst nach mehrfachem Drücken einer Taste eine Reaktion zeigte. Alles in Allem konnten dem Gegenüber auch der Soundtrack und die Grundidee der Story nur partiell Einfluss auf unsere Meinung nehmen, wodurch Husk zu einem sehr durchwachsenen Spielerlebnis für uns wurde.
 

Entwickler Undead Scout

Verlag IMGN.PRO

Husk ist ein bodenständiger Survival-Horror über Leid, Schmerz und der Suche nach Vergebung in Shivercliff, einer aus unbekannten Gründen verlassenen Stadt. Eine Hommage an die klassischen Thriller wie Silent Hill oder Twin Peaks. [...]

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