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Metal Gear Solid V: The Phantom Pain Snake ist zurück
Seite 1 \\ Die Augenbinde bleibt, ein neuer Arm kommt
Der 1. September 2015. Ein Datum, das die Videospielwelt in vielerlei Hinsicht prägt und wohl auch für die Zukunft retrospektiv einen historischen Marker für die Branche setzt. Der rote Kreis im Kalender für den ersten Tag des letzten Sommermonats kennzeichnet nicht einfach den Release von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain. Dieser Tag gilt auch offiziell als Scheidung einer Ehe, die seit 1987 besteht. Hideo Kojima, der Schöpfer der Metal Gear Saga und Konami, das Geburtshaus der Spiele seit dem ersten Ableger, gehen nun getrennte Wege. Der Grund der Trennung sollte für die Öffentlichkeit, vor allem aber für die Konsumenten, keine Rolle spielen. Konami behält die Markenrechte und kündigte bereits an, die Serie mit weiteren Nachfolgern am Leben zu erhalten. Trotzdem, es fühlt sich nach Abschied an und kein MGS-Fan könnte behaupten, den vermeintlichen Nachkömmling, wann immer dieser auch komme mag und in welcher Form dieser sich präsentiert, jetzt schon mit Zweifeln zu überschütten, nur weil Kojimas Handschrift von einem anderen stammt. Der Volksmund nennt dies manchmal Vorurteil. Welche Zukunft dieser 1. September 2015 letztendlich für die Serie bedeutet, wissen wir nicht und wagen wir besonders nicht zu prognostizieren. Warum das vermutlich letzte Metal Gear von Hideo Kojima weitaus mehr als nur ein liebevolles Abschiedsgeschenk ist, verraten wir euch umso mehr.


Mit dem Pferd bewegt ihr euch schnell von A nach B.


Die Augenbinde bleibt, ein neuer Arm kommt
Die Geschichte von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain setzt dort ein, wo der Prolog Metal Gear Solid V: Ground Zeros aufhört. Nachdem Snake, der bereits den Titel Big Boss trägt, zwei alte Vertraute aus deinem Militärlager befreit, stellt sich die Mission noch während des Rückfluges im Helikopter als Finte heraus. Nur knapp entgeht Snake dort einer Bombenexplosion, nur um noch mitten im Anflug zum Hauptquartier den Großanschlag der mysteriösen XOF-Einheit auf seine Mother Base, die Heimat von ihm und seiner Soldaten, zu erleben. So gut wie alle Mitglieder von Snakes Truppe sterben und die wenigen Überlebenden bleiben stark verstümmelt zurück. Snake selbst fällt aufgrund seiner schweren Verletzungen in ein Koma, das neun Jahre anhalten soll. Hier setzt das neue Metal Gear Solid an und inszeniert gleich zu Beginn in gewohnter Kojima-Manier eine filmreife Eröffnung. Bewusst eindringlich zwingt euch das Spiel zur Auseinandersetzung mit Snakes Situation. Dazu gehört auch, dass ihr erst euren verstümmelten Unterarm betrachten müsst, bevor eine Zangenprothese euch zumindest ein Stückweit wieder autonom macht.


Eure Motherbase baut ihr Stück für Stück aus.


Schon kurz nach eurem Erwachen stellt sich heraus, dass eure aktiven Vitalzeichen irgendjemandem besonders auf das Gemüt drücken. Eine Einsatztruppe attackiert das Krankenhaus in dem ihr stationiert seid und richtet an allen Insassen und Mitarbeitern ein Massaker an. Hideo Kojimas direkte Umgangsweise mit Militärgewalt ist bekannt, mit den hier dargestellten Szenen unterstreicht er sein Image. Nach einer pompösen Flucht samt gigantischem Feuerwal – richtig gelesen, ihr werdet von einem überdimensionalen Wal aus Feuer angegriffen – und Verfolgungsjagd auf einem Pferd landet ihr sicher auf einer neuen Motherbase. An dieser Stelle möchte Metal Gear Solid V: The Phantom Pain endlich das Lenkrad an euch übergeben, was kurioserweise sehr prompt und schon fast überhastet wirkt. Getrieben von Rache gilt es jetzt, eine neue Armee aufzubauen und diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die den Angriff vor neun Jahren verantworten. Kenner von Ground Zeros ahnen es schon: Der Mann mit dem Hut und den blauvernarbten Gesicht, origineller Weise Skull-Face getauft, scheint der Drahtzieher hinter allem zu sein. Um dem Ziel näher zu kommen versorgt euch Miller, der frühere und neue Kommandant eurer Armee nach euch, mit Aufträgen verschiedener Kunden, um vor allem erst Mal Geld rein zu bekommen. Diese führen euch zunächst nach Afghanistan, dem Garten Eden des Krieges.


Quiet sorgt mit ihrem Scharschützengewehr für Rückendeckung.


The Phantom Open-World
Das Spielprinzip von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain ist auf den ersten Blick simpel gestrickt. Über einen Organzier namens iDroid, könnt ihr Missionen auswählen, die auf der gesamten Spielwelt verteilt sind. Dabei liegt es an euch, ob ihr eurer Motherbase vorher einen Besuch abstattet, oder direkt von Einsatz zu Einsatz zieht. Kojima betonte dabei immer, dass es sich bei dem letzten Ableger der Metal Gear-Reihe um ein Open-World Spiel handelt. Wir können diese Aussage nicht negieren, aber wir stimmen im selben Maße auch nicht zu. Im Gegensatz zu Grand Theft Auto, The Witcher oder auch Far Cry unterscheidet sich Metal Gear dadurch, dass es begehbare Umwelten besitzt, diese aber konsequent nicht miteinander verbunden sind. Gerade das eigenständige Reisen schneiden die Entwickler auf eine dezente und geschickte Weise aus dem uns bisher bekannten Bild eines Open-World Spiels heraus.

Entwickler Kojima Productions

Verlag Konami

Entwickler Powerhouse Kojima Productions führt das ‘METAL GEAR SOLID V Erlebnis’ mit dem jüngsten Kapitel fort: METAL GEAR SOLID V: The Phantom Pain. Dank bahnbrechender, auf der Fox Engine beruhender Technologie bietet MGSV: The Phantom Pain Spielern ein erstklassiges Spielerlebnis mit taktischer Freiheit, die sie nutzen, um Open World-Missionen zu absolvieren. Die Ereignisse von METAL GEAR SOLID V: The Phantom Pain spielen neun Jahre nach MGSV: Ground Zeroes und dem Fall von Mother Base. Snake, auch bekannt als Big Boss, erwacht aus einem neun Jahr währenden Koma. Die Story des Spiels setzt im Jahr 1984 an: ... [...]

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain
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