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White Night Who you gonna call?
Seite 1 \\ Rarität mit Garten und Kamin – heimgesuchter Altbau in Toplage

Das Entwicklerstudio Osome lehrt uns in White Night die Dunkelheit zu fürchten. Der im Stil des Film Noir gehaltene Survival Horror führt uns zu einem gruseligen, von den Schatten seiner Vergangenheit heimgesuchten Anwesen, dessen düstere Geheimnisse es aufzudecken gilt. Für euch haben wir uns, bewaffnet mit ein paar Streichhölzchen, in Lebensgefahr begeben und eine White Night in der Spukvilla verbracht. 
 


Ein Unfall mit fatalen Folgen.


Scheinbar aus dem Nichts taucht im Scheinwerfer Licht eine junge Frau auf, der wir nicht mehr ausweichen können. Zum Glück fehlt von einer Leiche jegliche Spur, jedoch ist auch die Frau verschwunden, nur wohin und wer ist sie? Wir selbst sind schwer verletzt und benötigen dringend medizinische Hilfe, die wir in dem Herrenhaus am Ende der Straße zu finden hoffen. Das Haus wirkt auf den ersten Blick verlassen, doch uns erschleicht rasch das Gefühl nicht allein zu sein. Zahlreiche Tagebücher und Schriftstücke erzählen derweil die Geschichte des Hauses Vesper und dessen gebrochenen, von Wahnsinn und gegenseitigem Hass gezeichneten Bewohnern, deren verbitterte Seelen das Anwesen noch immer heimsuchen. Dunkle Schatten liegen bedrohlich auf der Lauer.
Wir sind in Boston. Wir haben das Jahr 1938. Die amerikanische Bevölkerung leidet noch immer unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise. Wir entdecken Dokumente und Zeitungsausschnitte, die von den Schicksalsschlägen, gebrochenen Existenzen und prekären Verhältnissen ihre Zeit berichten. Jedoch entdecken wir auch weitaus beunruhigendere Artikel über den sogenannten "Wolf of Black Lake". 
 


Häuser im viktorianischen Stil verheißen selten Gutes.

 

White Night erinnert an einen guten Kriminalroman. Die Erzählung ist sehr dicht und wir dringen nach und nach in die bewegte Geschichte des Vesper-Clans ein. Die Handlung ist in Kapitel unterteilt, die den Ebenen des Anwesens entsprechen. Zu Beginn können wir den Garten und das Erdgeschoss erkunden und erspielen uns nach und nach den Zugang zu den anderen Etagen, Zimmern und geheimen Räumen. Tagebücher, Artikel, Briefe und Fotografien finden wir dabei zuhauf und unsere Sammlung wächst stetig. Stilistisch hingegen ist White Night vergleichbar mit den Werken des Film Noir und so prägen starke schwarz-weiß Kontraste das Bild. Es finden sich ebenfalls Ähnlichkeiten zu den Kulissen deutscher expressionistischen Stummfilme, die einer der Vorläufer des Film Noir sind und deren Inhalte häufig schauriger Natur waren. Unabhängig dieser Vorbilder sticht White Night mit seiner optischen Inszenierung hervor und bildet eine äußerst angenehme Abwechslung zu anderen aktuellen Titeln. Die Darstellung bringt darüber hinaus Spielmechanik und Inhalt in Einklang. Lichtquellen erzeugen mehr weiße Flächen, die wiederum Gegenstände sichtbar machen, die zuvor unsichtbar in der Dunkelheit verborgen lagen. Jene Dunkelheit ist gefährlich und unsere einzige Waffe ist das Licht, genauer gesagt sind es Streichhölzer, von denen unser Leben abhängt. Mit dem letzten verbrauchten Streichholz, endet die aktuelle Sitzung und wir beginnen ab dem letzten Speicherpunkt von vorn. Hier bedienen sich die Entwickler von Osome Studios klassischer Elemente des Survival Horror Genres. Wir müssen sparsam mit unseren Vorräten umgehen und wenn möglich Quellen elektrischen Lichts aufspüren.
 


Kamine und Lampen ermöglichen kurze Ruhepausen in vermeintlicher Sicherheit.

 

Ebenfalls genretypisch, begleiten wir den Protagonisten aus der externen Perspektive der dritten Person. Wir bewegen ihn dabei durch ein starres Bild, jedoch verändert sich die Einstellung  während wir einen Raum durchqueren mehrfach. Dadurch werden zwar einerseits neue Objekte und Wege sichtbar, andererseits aber verwirren die spontanen Wechsel, sodass sie, insbesondere wenn wir uns auf der Flucht vor den Schatten befinden, unser Verderben bedeuten können und schlicht und einfach nerven. Nicht selten kommt es vor, dass spontane Einstellungswechsel dazu führen, dass wir unerwartet einem Gespenst in die Arme laufen, was in Anbetracht dessen, dass die Speicherpunkte sehr rar sind, zusätzlichen Stress bedeutet. Natürlich kann jener Stress positiv gedeutet werden, schließlich will White Night uns in Angst versetzen und diese begleitet uns ab einem gewissen Zeitpunkt tatsächlich.Das großartige Sounddesign trägt zusätzlich zu einer unbehaglichen Atmosphäre bei. Wir hören Balken quietschen, Fensterläden klappern und von draußen dringen die Rufe einer Eule an uns heran. Zu jeder vollen Stunde schlägt sogar irgendwo eine Standuhr. Da Musik für die Story ebenfalls wichtig ist, wundert es uns nicht, dass wir im Menü Töne auf einem Klavier anschlagen, wenn wir den Cursor über die Elemente bewegen und sogar von Zeit zu Zeit innerhalb der Handlung musizieren. 

 

Entwickler Osome Studios

Verlag Activision

Erkunden Sie die makabre Geschichte eines alten Herrenhauses in den 1930ern und lösen Sie Rätsel aus Licht und Schatten in diesem rein in Schwarz und Weiß gehaltenen Überlebenshorror! Die Spieler sind in diesem Albtraum gefangen, in dem die Dunkelheit eine stetige Bedrohung ist! [...]

White Night
Who you gonna call?
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