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Yaiba: Ninja Gaiden Z Durchgedrehtes Schlachtfest
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Die Ninja Gaiden-Reihe ist zweifelsohne Kult. Als Ryu Hayabusa hat man sich bereits durch drei Teile geschnetzelt. Das Besondere in den ersten beiden Teile war der sehr gehobene, aber nie unfaire Schwierigkeitsgrad. Man könnte fast sagen, dass ein bisschen Dark Souls darin steckte. Der dritte hingegen war deutlich mehr dem Massenmarkt angepasst und überzeugte die Fans nicht. Mit Yaiba: Ninja Gaiden Z schlägt man nun einen völlig anderen Weg ein.

Rache wird am besten blutig serviert
Yaiba, ein abtrünniger Ninja, wird von Ryu Hayabusa getötet. Mit einem gezielten Hieb mit dem Katana zerlegt er Yaiba in seine Einzelteile. Doch Yaiba denkt nich daran tot zu bleiben. Eine Firma mit effizienten, technologischen Möglichkeiten stattet ihn mit cybernetischen Kräften aus und setzt ihn wieder zusammen. Sein Antrieb ist die Rache - die Jagd nach Hayabusa. Als ihn ein neuer Auftrag nach Russland bringt, nimmt er die Spur auf.

Der Rachefeldzug führt den Spieler durch sieben Kapitel, vollgepackt mit Armeen von Zombies, die in sämtlichen Variationen daherkommen. Die normalen Zombies sind weniger gefährlich und eigentlich nur Futter für den Fleischwolf. In großen Massen sind sie aber nicht zu unterschätzen. Weiterhin gibt es gepanzerte Varianten und Suizidbomber, während andere unter Strom stehen oder gar Säure spucken. Dazu gesellen sich ein haufen Zwischen- und Bossgegner.



Yaiba sinnt auf Rache.

Zusammen mit dem außergewöhnlichen Art-Design des Spiels, sorgt dieser Variantenreichtum für ein großes Plus. Anders als die vorigen Ninja Gaiden-Teile, setzt Yaiba auf Cell-Shading-Optik im Comic-Look, inklusive knalligen Farben und überdrehtem Charakterdesign. Auch die Intro- und Zwischensequenzen sind im Anime-Stil umgesetzt und sehen fantastisch aus. Beim eigentlichen Gameplay reißen die optischen Aspekte nicht ab und vor allem die Farbe rot kommt unweigerlich oft zum Einsatz - Yaiba ist nichts für zart bessaitete, auch wenn es eben gerade wegen des Comic-Looks nie so richtig derbe wird.

Das liegt auch am immer wieder eingestreuten Humor - mal mehr, mal weniger gut. Dieser ist in der Regel dermaßen übertrieben und bescheuert, das es ein Fest ist. Im weitesten Sinne erinnert er an Suda51s Lollipop Chainsaw.

Von der Performance her schafft die genutzte Unreal Engine das Gezeigte fast problemlos. Slowdowns gibt es nur ganz selten und auch nur wenn wirklich Massen an Gegner auf dem Bildschirm wuseln. Negativ hingegen fallen die Ladezeiten auf. Es dauert nämlich gut und gerne 40 Sekunden, bis man sich im Spiel befindet.



Es geht blutig zu. Sehr blutig.

Skill allein ist nicht alles
Und diese 40 Sekunden wird man oft warten müssen. Sehr oft. Immer und immer wieder. Denn Yaiba ist an vielen Stellen im Spiel eine harte Geduldsprobe. Wo die vorigen Teile der Reihe auf Geschick und Übung setzten, erhöht Yaiba den Schwierigkeitsgrad nur durch die Aufstockung der Gegnermassen. Es gibt Abschnitte im Spiel, in denen einem selbst Zwischenbosse in vielfacher Ausführung vorgesetzt werden. Um Herr der Lage zu werden, helfen oft keine geschickten Combos oder Taktiken. Vielmehr steht dauerhaftes Button-Mashing auf dem Programm. Wenn einem dann noch die teils grausige Kamera die Übersicht raubt, möchte man den Controller in so mancher Situation gerne an die Wand werfen.

Es war schon immer ein Markenzeichen der Ninja Gaiden-Reihe, fordernde Kämpfe zu liefern, nach deren Erfolg man auch wirklich ein gutes Gefühl hat, etwas geschafft zu haben. Doch wenn einem hier dutzende Wellen von Zwischenbossen vorgeworfen werden, denen man kein geübtes Kampfschema entgegensetzen kann, verliert man doch den Spaß. Viel mehr ist es hier reine Glückssache, diese Passagen zu überstehen.



Charakterdesign und Humor sind Highlights des Spiels.

Wirklich gutes Kampfgefühl kommt nur bei den Bossen auf. Hier braucht man wirklich noch klassische Skills, Geschick und gutes Timing. Zusätzlich zu den Standard-Angriffen gibt es noch Elementarattacken. Schafft man es beispielsweise, dass ein Feuerzombie einen Elektrozombie angreift, entsteht ein elektrischer Sturm. Mit diesen Elementarattacken gilt es und und wieder auch kleinere Rätsel zu lösen, die allerdings keinen großen Anspruch besitzen.

Eine seltsame Entscheidung im Spieldesign ist auch die Überlegung, Yaiba nicht springen zu lassen. In den Levelübergängen, die mit kleinen Quicktime-Events kombiniert werden, springt er wie wild durch die Gegend und er wird als flinker und agiler Ninja dargestellt. Aber springen kann man im ganzen Spiel nicht.

Entwickler Spark Unlimited

Verlag Tecmo

In YAIBA nehmen Spieler als YAIBA, der Cyborg Ninja, der mit Cyber-Technologie wiederbelebt wurde, den Kampf gegen Zombies auf. Mit seiner tödlichen Ninja-Klinge und seinen Mech-Waffen in einem Cyborg-Arm bereitet er der untoten Brut ein blutiges Ende. Das Spiel ist wie ein zum Leben erwachter Comic, in dem in beeindruckender Grafik eine auf den Kopf gestellte Horror-Welt voller Zombies auf die Spieler losgelassen wird. Lediglich YAIBAs Rachegelüste und seinem unbändigen Killer-Willen stehen zwischen der Menschheit und der Zombie-Apokalypse. Miss Monday ist YAIBAs virtuelle Eskorte und bedeutsam für sein Überleben. Jedoch ... [...]

Yaiba: Ninja Gaiden Z
Durchgedrehtes Schlachtfest
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