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Assassin's Creed IV Black Flag (+ Sponsored Video) Update: Die Next-Gen-Version im Test
Seite 1 \\ Willkommen in der Karibik
Im Frühjahr kündigte Ubisoft Assassin’s Creed IV Black Flag an, nur wenige Monate nach der Veröffentlichung des dritten Teils. Das Geschrei war groß: So schnell? Innovationen? Immerhin kam das Piratensetting seit der Ankündigung gut an - und tatsächlich ist Assassin’s Creed IV Black Flag der bisher beste Teil der Serie.

Aye!
Assassin’s Creed IV Black Flag führt euch an einen neuen Schauplatz heran, nämlich die Karibik. Hier schlüpft ihr in die Rolle von Edward Kenway. Edward hat seine Frau verlassen, um als Freibeuter das große Geld zu machen und mit sehr viel davon zurück zu kehren, um ein schönes Leben führen zu können. Ob es dabei bleibt, oder ob Edward die Piraterie der großen Liebe vorzieht? Wir wollen an dieser Stelle nicht viel verraten, aber die Geschichte gehört mit zum Besten, was die Serie bis dato zu bieten hat. Das liegt auch an den vielen Piraten auf die ihr im Verlauf der Handlung trefft, wie etwa Blackbeard, Calico Jack und Benjamin Hornigold. Und irgendwo ist da natürlich noch der Assassinen gegen Templer-Konflikt…


Edward Kenway ist der neue Held und kämpft an der Seite berüchtigter Piraten wie etwa Blackbeard.


Im Kern ist Assassin’s Creed IV Black Flag gleich seinen Vorgängern, allerdings hat Ubisoft der Serie ein paar sinnvolle Neuerungen spendiert. Ein ganz spezieller Punkt ist dabei die Seefahrt, die im Gegensatz zum Vorgänger massiv ausgebaut wurde. Mit eurem Schiff, der Jackdaw, könnt ihr die riesige, karibische Spielewelt frei erkunden, auf Beutezüge gehen, Inseln erforschen und historisch akkurat nachgebildete Städte besuchen. Gerade deshalb seid ihr natürlich auch ausreichend an Land unterwegs. Die Steuerung wurde dabei mit all ihren Kinderkrankheiten übernommen. Der Vorteil: Fans der Serie geht alles direkt gut von der Hand. Der Nachteil: Auch Edward hüpft stellenweise so, wie wir es nicht wollen - gerade in den karibischen Städten kommt dieses automatisierte Rumgeturne nicht gut an. Allerdings war Ubisoft nicht untätig und hat auch hier geschraubt. Das Tempo ist gemächlicher, Schleichen ist wieder wichtiger. In Assassin’s Creed IV Black Flag kommt es noch öfter als sonst vor, dass wir eine Zielperson beschatten und verfolgen müssen, ohne dabei gesehen zu werden. Dabei könnt ihr ungesehen über Dächer hüpfen (Achtung: Auch in der prallen Karibiksonne patrouillieren die Wachen auf den Dächern), euch im Unterholz verstecken oder hinter Wänden in Deckung gehen. Feinde könnt ihr durch einen Pfiff anlocken und somit sicher und elegant aus dem Weg räumen. Es ist wichtig, dass ihr euch dieses Element früh aneignet, denn bei vielen Missionen müsst ihr zuerst gewisse Personen verfolgen. Das ist man von der Reihe gar nicht mehr gewohnt, und so kommt es auch dazu, dass die Schleicherei, die oft nach dem gleichen Schema abläuft, unter Umständen nerven kann. Oft sind die Areale auch so ausgelegt, dass ein roter Faden direkt erkennbar ist. Viel Tüftelei, welchen Weg man nun am besten wählt, gibt es nicht. Gerade bei Edward hätten wir ein gröberes Vorgehen für realistisch gehalten. Aber die Schleicherei macht trotzdem Spaß. Gewieft den Wachen aus dem Blick schleichen, die Alarmglocken sabotieren und am Ende erfolgreich das Ziel ausschalten - wenn das aufgeht, fühlt man sich gut und Assassin’s Creed IV Black Flag macht an der Stelle einfach alles richtig.

Nay!
Immerhin müsst ihr nicht dauerhaft schleichen, sondern dürft auch die Säbel schwingen. Wollt ihr beispielsweise ein gegnerisches Fort einnehmen, um Sperrgebiete auf See aufzuheben, müsst ihr es erst mit eurem Schiff unter Feuer nehmen und dann die gewaltige Bastion stürmen. Dabei dürft ihr dann vorgehen, wie ihr wollt. Brachial und ohne Gnade? Leise? Alles kein Problem, die Wahl liegt bei euch. Leider ist auch der Kampf immer noch weit vom Prädikat “Perfekt” entfernt und weiterhin viel zu automatisiert. Wie in den Vorgängern, müsst ihr nur im passenden Moment kontern und könnt so eure Gegner der Reihe nach ausschalten. Kommen stärkere Wachen ins Spiel, müsst ihr erst ihren Schlägen ausweichen und dann draufhauen. Das ist zwar ein wenig fordernder, aber insgesamt immer noch zu einfach.


Die Seeschlachten gehören zum Highlight von Assassin's Creed IV Black Flag.


Ein ganz wesentlicher Bestandteil ist nun auch die Seefahrt. Hier habt ihr viel mehr Freiraum als im Vorgänger, denn in See stechen bedeutet jetzt, ein sehr großes, karibisches Gebiet erforschen zu können. Doch die See ist nicht nur da, um frei erforscht zu werden. Ubisoft hat das Meer nämlich auch geschickt in die Handlung eingebaut, sodass ihr nicht nur an Land eure Aufträge erledigt. Dafür müsst ihr stellenweise etwas längere Wege auf euch nehmen, aber mit dem Maßstab der Karibik haben es die Entwickler zum Glück nicht so genau genommen. Bereits entdeckte Orte könnt ihr zudem für eine Schnellreise verwenden und so ganz fix große Entfernungen überwinden. Auch die Steuerung der Jackdaw ist nicht schwer: Mit einem Knopfdruck bestimmt ihr die Geschwindigkeit, bei einem Stopp bleibt das Schiff fast unmittelbar stehen – realistisch ist anders, aber realistisch würde beim Gameplay von Assassin’s Creed IV Black Flag auch keinen Spaß machen. Denn durch diese Anpassungen gehen auch die Seeschlachten leicht von der Hand, fordern aber sehr gut je nach Größe des gegnerischen Schiffs. Am Anfang haben wir tatsächlich oft mit den scheinbar überlegenen Gegnern zu kämpfen – aber wir bleiben dran und können unser Schiff schon bald erweitern. Ein verstärkter Rammsporn, mehr Kanonen, Mörser und optische Anpassungen wie andere Segel oder Steuerräder machen die Jackdaw mit zunehmendem Spielverlauf zum Schrecken der virtuellen Karibik. Hier spielt Assassin’s Creed IV Black Flag seine ganz großen Stärken aus. Wenn wir bei stürmender See ein gewaltiges Schiff geentert haben und im strömenden Regen in den Nahkampf übergehen, dann wirkt das wie aus einem Guss – und dabei spielen wir nicht mal unbedingt eine der zahlreichen Hauptmissionen, sondern sind nur auf Kaperfahrt, um Ressourcen zu erbeuten, die wir gewinnbringend verkaufen oder zum Ausbau der Jackdaw nutzen können. Leider läuft das Entern gegnerischer Schiffe fast immer nach dem gleichen Schema ab: Wir schießen das Teil manövrierunfähig, entern den Kahn und kämpfen uns durch unsere Ziele: eine gewisse Anzahl an Gegnern ausschalten, den Kapitän töten oder die gegnerische Flagge einholen. Besonders nervig ist hier die oftmals sperrige Kameraführung. Wenn wir den virtuellen Tod erfahren haben, dann durch die fehlende Übersicht. Die Gegner fordern nämlich genau so wenig wie an Land.

Entwickler Ubisoft Montreal

Verlag Ubisoft

Asssassin’s Creed 4: Black Flag erzählt die Geschichte von Edward Kenway, einem jungen britischen Mann, der weder Gefahren noch Abenteuer scheut und im Dienst der Royal Navy Kaperfahrten durchführt. Als sich der Krieg der bedeutenden Königreiche dem Ende neigt, verschreibt sich Edward der Piraterie. Edward ist ein unerschütterlicher Pirat und erfahrener Kämpfer, der sich schon bald in dem uralten Krieg zwischen Assassinen und Templern wiederfindet. Das Spiel ist in den Anfängen des 18. Jahrhunderts angesiedelt und konfrontiert Spieler mit den berüchtigtsten Piraten der Geschichte, wie etwa Blackbeard und Charles ... [...]

Assassin's Creed IV Black Flag
Update: Die Next-Gen-Version im Test
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