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How To Survive Lehrstunden in Zombieapokalypsen
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Was passiert nach einer Zombieapokalypse? Die Zivilisation bricht zusammen, Vorräte und Materialien werden knapp. Wie man sich trotz dieser Ausnahmesituation durchschlagen kann, soll uns How To Survive von EKO Software und aus dem Hause 505 Games zeigen.

Orientierungslos an der Küste
Ohne Mittel an der Küste angeschwemmt, wird die Protagonistin sogleich von gefräßigen Zombies angegriffen. Mit ein paar Hieben er Axt liegen die Angreifer auf dem Boden. Die, die noch leben, werden per Knopfdruck einem Finisher ausgesetzt und zerhackt. Das war gar nicht so schwer, zumal man während der Finisher sogar immun gegen Angriffe ist. Damit wir nicht völlig hilfslos ins Ungewisse aufbrechen, gibt es anschließend eine Tutorialreihe mit Inselvater Kovac. Er erklärt uns, wie wir uns verteidigen, Dinge herstellen und Schutz finden. Kovac stellt sich dabei als Clown vom Dienst heraus, der ein vergebliches Gag-Feuerwerk zündet.



Solche ruhigen Momente muss man nutzen.

Töten, bauen, essen schlafen
Hat man den zähen Einstieg hinter sich gebracht, ist man auf sich allein gestellt. Mit dem Nötigsten bestückt schlägt man sich durch die Wälder, sammelt auf was nicht niet- und nagelfest ist und tötet Zombies, haufenweise. Neue Waffen können mit verschiedensten Materialien gebaut werden. Was im Inventar kombinierbar ist, wird nicht angezeigt, also steht munteres ausprobieren an der Tagesordnung. Von diversen Äxten und Macheten, bis hin zu Kettensägen ist alles möglich. Je effektiver die Waffe, desto mehr Materialien sind notwendig. Die Kettensäge beispielsweise muss zudem immer wieder mit Benzin aufgefüllt werden, dass man erstmal finden muss. Doch merkt man schnell, dass die Ressourcen irgendwie gar nicht so rar sind, wie man glauben mag. Schnell findet man zwei Benzinkanister, die an einer Zapfsäule aufgefüllt und mitgetragen werden können. Kein Problem, denn hat man zwar begrenzte Slots im Inventar, eine maximale Traglast gibt es aber nicht. Für Schusswaffen gilt das selbe. Es dauert zwar etwas, bis man mal eine Waffe findet, Munition hingegen stapelt sich. Survival? Nicht wirklich. Außerdem macht das Spiel einen weiteren groben Fehler. Während man sich im Menü befindet und heiter herumbastelt, wird einfach pausiert. Damit bleibt die Spannung letztlich total auf der Strecke.

Der dynamische Tag- und Nachtwechsel ist da schon interessanter. In der Nacht wird es stockdunkel und trägt man nicht gerade eine Taschenlampe mit sich herum, ist es gefährlich allein durch die Wälder zu streifen. Zwar lassen sich diverse Nachtkreaturen mit dem Licht verjagen, doch nicht alle Angreifer sind so schreckhaft. An Feuerstellen findet man verlassene Unterschlüpfe, die man verbarrikadieren und vorübergehend bewohnen kann.



Die Untoten lassen nicht locker.

Auf dem Streifzug versperrt das Unterholz oft den Weg, hier kann man sich mit Machete oder Kettensäge durchschlagen oder den Busch mit Fackeln anzünden und irgendwann fühlt man sich ein wenig wie der Steve Irvine (R.I.P.) der Zombie-Welt. Das Problem an der Karte in How To Survive im Vergleich zu einem ähnlichen Dead Island: Sie ist um ein Vielfaches kleiner. Der Erkundungsdrang ist gering und man läuft im Grunde nur die Feuerstellen ab, die nach und nach wie Checkpoints wirken. Zwar gibt es hin und wieder NPCs, die einem Quests aufdrücken, doch gehen diese nicht über die üblichen "hole dies"- und "suche jenes"-Aufgaben hinweg. Auch das man hin und wieder Nahrung zu sich nehmen und Wasser trinken muss um vital zu bleiben, geht dem Spieler nicht wirklich nah. Die Ressourcen finden sich ebenso leicht wie Munition, kein vergleich zum hier perfektionierten Don't Starve.

Charakterzüge
Zwischen drei Charakteren kann gewählt werden: Muskelprotz Jack, Allrounderin Abby und Waffenexperte Kenji. Mit den enthaltenen Level- und Skillsystemen wurden How To Survive klassische Rollenspiel-Elemente spendiert. Leider weiß der Titel aber nicht damit umzugehen. Zunächst unterscheiden sich die drei Charaktere leider spielerisch überhaupt nicht voneinander.

Es gibt zwar verschiedene Skillwege, doch im Endeffekt laufen sie alle wieder zusammen. Zu Beginn hat jeder die Fähigkeit ein Feuer zu entzünden, gefolgt von passiven Skills wie weniger Anfälligkeit für Durst und Hunger. Später kommen Schadenserhöhung und mehr Erfahrung pro getötetem Gegner hinzu. Nichts, was man nicht kennt und am Ende hat dann doch jeder wieder die gleichen Fähigkeiten. Hier wurde leider sehr viel Potenzial verschenkt.



Bei Nacht wird es gefährlich, die Lampe ist Gold wert.

Überlebenshilfe
How To Survive bietet auch einen Mehrspielermodus. Schon in Dead Island oder Left 4 Dead hat sich erwiesen, dass gemeinsames metzeln einfach mehr Spaß macht. Der erste Dämpfer wird hier jedoch gleich im Menü präsentiert: Es gibt keinen Story-Modus im Online-Kooperationsmodus. Dieser soll noch per Patch nachgereicht werden, doch aktuell stehen nur diverse Challenges zur Verfügung, die im Grunde alle das gleiche Ziel haben, nämlich von A nach B gelangen und dabei nicht drauf gehen.

Zu zweit ist es auf jeden Fall deutlicher leichter, die angreifenden Horden abzuwehren, wobei dann auch gleich auffällt, dass man sich den Loot teilt. Man sollte also regelmäßig seine Items tauschen, denn vielleicht trägt der Mitspieler gerade das Item mit herum, das einem selbst zur Vollendung der neuen Waffe fehlt. Ist der Spielspaß erstmal aufgekommen, wird einem aber gleich der nächste Dämpfer verpasst. Da es nur Challenges gibt, wurde die Camp-Komponente komplett ausgelassen. So kann man sich hier keine schützenden Behausungen für die Nacht errichten, womit ein komplettes Feature wegfällt.

So hat man im Koop-Modus auf jeden Fall seinen Spaß, doch fühlt man sich des eigentlichen Sinnes des Spiels beraubt. Bleibt zu hoffen, dass der Story-Modus hier auch wirklich noch nachgereicht wird.

It's always sunny in Columbia
Technisch macht der Titel einen recht Runden Eindruck. Trotz Vogelperspektive gibt es nette Details und Lichteffekte. Gräser und Bäume wiegen sich im Wind oder rascheln wenn wir hindurch laufen. Gewässer plätschern durch die Wildnis, faulende Leichen präsentieren ihre schimmernden, offenen Wunden, alles doch sehr nett anzusehen. Beim Soundgewand lehnt man sich nicht allzu weit aus dem Fenster und liefert gehobenes Standardprogramm.

Entwickler EKO Software

Verlag 505 Games

Du bist auf einer einsamen Insel voller Monster gestrandet. Wie sollst du das nur überleben? Indem du die Seiten eines Überlebenshandbuch sammelst und deinen Kopf benutzt! Finde Lebensmittel, Wasser und sichere Verstecke, um zu überleben. Die Nacht bricht an? Finde einen Weg, sie unbeschadet zu überstehen! [...]

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