backtotop
Informationen
F1 2013 Gutes Rennspiel mit wenig Fortschritt
Seite 1 \\ Vollgas
 Seite 1  Vollgas 
 Seite 2  Fazit 
Sebastian Vettel hat nun schon zum vierten Mal den WM-Titel der Formel 1 gewonnen. Und wenn sich so wenig im echten Motorsport ändert, bleibt natürlich auch auf der virtuellen Strecke alles beim Alten. Und tatsächlich hat Codemasters F1 2013 nur wenig weiterentwickelt - neu sind aber unter anderem der Classic-Modus. Lohnt sich ein Kauf?

Start your engines
Zu Beginn von F1 2013 nehmt ihr am Young Drivers Test teil. Der stellt im eigentlichen Sinne ein Tutorial da, um die Steuerung der Boliden, ihre Beschleunigung und die Bremskraft zu verstehen. Wer die Vorgänger gespielt hat, der wird sich nicht umsonst wundern: In F1 2013 bekommt ihr exakt denselben Test geboten. Das hat den Vorteil dass ihr den Test überspringen könnt, wenn ihr noch über einen Speicherstand des Vorgänger verfügt - trotzdem riecht das alles arg nach Inhalts-Recycling. Danach könnt ihr in der Karriere voll durchstarten. Leider erinnert die auch an die Vorgänger: Langweilige Menüs und Tabellen, sich wiederholende E-Mails - alle Kinderkrankheiten sind hier noch mit an Bord. Außerdem dürfen wir weder Fahrer, noch Overall oder Helm selbst gestalten, sondern nur aus vorgefertigten Inhalten auswählen. Codemasters, da wäre mehr drin gewesen. Immerhin haben es die Entwickler nun eingebaut, dass ihr auch während einem Rennen speichern könnt. Außerdem sind aktuelle Regeländerungen in F1 2013 mit dabei.


Natürlich dürft ihr auch im Boliden von Sebastian Vettel Platz nehmen.


In der Season Challgene könnt ihr euch wieder in etwas kürzeren Meisterschaften probieren und euch dazu noch einen speziellen Rivalen auswählen. Der Clou: Seid ihr in den nächsten Rennen besser als euer Rivale, erhaltet ihr dessen Boliden. Neu ist der Szenario-Modus, in dem ihr bestimmte Aufgaben erfüllen müsst. Abgerundet wird der gute Umfang durch Zeitfahrten, bei denen ihr Medaillen erhaschen und in der Online-Rangliste aufsteigen könnt. Ein Comeback feiert zudem der Grand-Prix-Modus, der im letzten Jahr komischerweise gestrichen wurde. Hier könnt ihr eine komplette Saison bestreiten und euren eigenen Rennkalender zusammenstellen.

Gestatten: Die Klassiker
Neu in F1 2013 ist der Classic-Modus. Hier nehmt ihr in klassischen Boliden der Formel 1 Platz und schlüpft in die Haut von Legenden des Sports, etwa Michael Schumacher oder Mika Häkkinen. Außerdem könnt ihr zwei weitere Rennstrecken befahren: Brands Hatch und Circuito de Jerez. Immerhin spielen sich die alten Boliden auch komplett anders, was für schöne Abwechslung vom Rennalltag sorgt. Allerdings schludert Codemasters die gute Idee nur so hin: Der Szenario-Modus bietet uns nur insgesamt drei Rennen. Das ist eindeutig zu wenig - Abhilfe möchte man in naher Zukunft in Form von DLCs schaffen. Dreist, kosten die doch direkt ganz acht Euro.


Im Classic-Modus dürft ihr auch alte Boliden an ihre Leistungsgrenzen treiben.


Auch dieses Jahr spielt sich F1 2013 erstaunlich gut und geht auch Anfängern direkt gut von der Hand. Selbst mit allen abgeschalteten Hilfsmitteln ist der Titel noch meilenweit von einer Simulation entfernt, wird aber um einiges fordernder. Besonders gefallen hat uns die spürbare Reifenabnutzung, die sich nun merkbar auf die Rennen ausübt. Ein Fehler, eine Unachtsamkeit, und euer fahrbarer Untersatz landet im Kiesbett - das macht die Rennen spannend. Das wird von der detailreichen Cockpitperspektive noch weiter abgerundet - das Spiel sorgt für eine rundum gelungene Rennatmosphäre. Hätte Codemasters dem Titel dazu noch ein gutes Schadensmodell (das ist im Spiel zwar vorhanden, fällt aber viel zu schwach aus) spendiert, wäre fast alles perfekt. Eine Siegerehrung wie aus dem TV gibt es auch nicht.

Total-KI-Schaden
Die KI gehört seit jeher zu den Schwächen der F1-Serie. Zu rabiat gehen die anderen Fahrer vor, drängen uns von der Strecke oder bauen Unfälle am laufenden Band. Das hat sich auch in F1 2013 nicht geändert. Zwar gibt es weniger Unfälle, allerdings rammen uns die Konkurrenten immer noch oft genug von der Piste. Auch ist es stellenweise immer noch viel zu einfach, schlicht das ganze Fahrerfeld zu überholen. Immerhin: Die KI fährt nicht wie an einem Gummiband, sondern macht auch Fehler. Vielleicht wirkt der Titel ja gerade deshalb so realistisch, eben weil unseren Konkurrenten auch Unfälle ohne unser Zutun passieren können.


Die Cockpitperspektive sorgt für die beste Atmosphäre.


Wer keine Lust auf KI-Gegner hat, kann sich an den Online-Modus von F1 2013 heranwagen. Hier könnt ihr euch mit einem Freund im Splitscreen messen oder gegen bis zu 16 andere Fahrer online antreten. Sehr schön ist auch die Koop-Meisterschaft, in der ihr im Team spielt und eine komplette Saison fahrt. Abgerundet wird das von einem sehr guten Netcode, denn mit Abstürzen oder Verbindungsproblemen hatten wir im Test keine Probleme.


Grafisch hat sich wenig getan, Tearing und Ruckler stören das Gesamtbild.


Grafisch kann sich F1 2013 durchaus sehen lassen. Die Boliden (egal ob aktuell oder klassisch) sind detailgetreu ihren Vorbildern nachempfunden. Das gilt auch für die Strecken - hier gleicht jede Kurve dem realen Pendant. Leider hatte unsere PS3-Version im Test oft mit unschönen Rucklern zu kämpfen und blieb auch von Tearing nicht verschont.

Entwickler Codemasters

Verlag Bandai Namco

F1 2013 ist das aktuellste Spiel aus der mehrfach ausgezeichneten FORMULA 1 Franchise von Codemasters. Bei F1 2013 kommen fünf Jahre Erfahrung bei der Entwicklung von innovativen FORMULA 1 Titeln und eine Reihe neuer Features, Verbesserungen, Modi und zum ersten Mal in der Geschichte der Serie, klassische Motorsportinhalte, zusammen. F1 2013 enthält alle Autos, Strecken und Fahrer der Saison 2013 und ermöglicht es Spielern, zum ersten Mal als Lewis Hamilton in seinem Mercedes und als Sergio Perez im McLaren-Mercedes anzutreten. Enthalten sind auch alle neuen Fahrer, Regeln, die Änderungen bei den Reifen und ein ... [...]

F1 2013
Gutes Rennspiel mit wenig Fortschritt
 Navigation
  Seite 1  Vollgas 
  Seite 2  Fazit 
Zur Galerie