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Darksiders II Das Spiel mit dem Tod
Seite 1 \\ Ein Reiter auf Reisen
 Seite 1  Ein Reiter auf Reisen 
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 Seite 3  Fazit 
Zwei Jahre ist es nun her, seitdem man mit dem apokalyptischen Reiter Krieg im Überraschungs-Hit Darksiders auf einen düsteren und spielerisch überzeugenden Rachefeldzug gegangen ist. Darksiders II verspricht nun mit dem Tod im Schlepptau, die Reihe nochmals auf ein neues Erfolgslevel zu hieven. Ob dies gelungen ist, erfahrt ihr im Test.

Aller Anfang ist schwer
Die Geschichte wird in Darksiders II parallel zu der des Vorgängers erzählt. Krieg wurde auf Befehl des Feurigen Rates für angebliche Verbrechen an der Menschheit eingesperrt. Sein Bruder Tod ist allerdings fest von seiner Unschuld überzeugt und macht sich auf, um Krieg aus der Gefangenschaft zu befreien. Klingt eigentlich simpel gestrickt, ist es aber bei weitem nicht und das spürt man auch schon in den ersten Spielminuten. Das Spiel wirft einen nämlich ziemlich unvorbereitet in die Welt und stellt Charaktere und Schauplätze vor, mit denen man zunächst mal gar nichts anfangen kann. Selbst Spielern des Vorgängers hilft ihr Wissen nur bedingt weiter, auch wenn man den Krähenvater oder Vulgrim natürlich noch kennt. So ganz befriedigend ist dieser Einsteig jedenfalls nicht. Und das sich das Finale des Abenteuers dank der Parallelhandlung zeitlich genau da wieder findet, wo schon der Vorgänger endete wirkt auch etwas halbgar.

Dafür überzeugt der Einstieg aber hinsichtlich des Gameplays. Der erste Abschnitt stellt sich als ausgedehntes Tutorial dar, in dem man nach und nach Tods Fähigkeiten erlernt. Dabei wird schnell klar, dass er seinem Bruder Krieg in vielen Dingen überlegen und vor allem wendiger ist. So klettert man an Wänden und Vorsprüngen entlang, springt akrobatisch von Pfeiler zu Pfeiler und vollführt sogar Wallruns. Ein Prince of Persia oder Uncharted könnte es nicht besser machen. Allgemein lässt sich Tod einfach deutlich leichter handlen als Krieg.




Mit dem Tod ist nicht zu spaßen.


Sense, man!
Das spürt man auch deutlich während der Kämpfe. Im Gegensatz zu Krieg, kann Tod nicht blocken. Das Kampfsystem setzt auf die Taktik anvisieren, ausweichen und angreifen, wie sie damals schon bei Ocarina of Time eingesetzt wurde. Das funktioniert unglaublich gut und verleiht den vielen Auseinandersetzungen eine gute Dynamik. Bereits während des Tutorials wird man mittels des Eisriesen mit dem ersten Zwischenboss konfrontiert und übt dieses System sogleich. Nach wenigen Minuten geht es eigentlich auch schon in Fleisch und Blut über und der Riese ist schnell vernichtet.

Besiegte Gegner spendieren sowohl Erfahrungspunkte, als auch Items, womit der Rollenspielanteil noch weiter in den Fokus gerät. Im Menü lassen sich die Werte der Waffen und Ausrüstungsgegenstände vergleichen. Gefundene Items kann man entweder direkt anlegen oder zum Inventar hinzufügen. Zudem lässt sich im Menü auch das automatische aufsammeln von Gegenständen ein- und ausschalten. Tod kann immer eine Primär- und eine Sekundärwaffe tragen, wobei letztere meist eher für die schweren Angriffe steht. Das reicht von der klassischen Sense, bis hin zum übermächtigen Vorschlaghammer. Dank vieler, auch freischaltbarer Moves, kann Tod ein wahres Arsenal an Kombos vom Stapel lassen und den Gegnern mächtig einheizen. Betäubte Gegner werden per Tastendruck mit einem Finisher zur Strecke gebracht, wobei dieses Feature deutlich seltener eingesetzt wird als noch im Vorgänger und sich dadurch nicht dermaßen abnutzt.




Die Erschaffer sind ein uraltes Volk.


Doch Tod kann nicht nur mit Handwaffen kräftig austeilen, sondern auch eine Reihe von Skills erlernen. Der Skilltree ist dabei zweigeteilt: Der Weg 'Todesbote' beinhaltet direkte Angriffe, die Tod selbst durchführen kann. Skillt man hingegen auf 'Nekromant', kann man sich beispielsweise Ghule herbeirufen, die an Tods Seite kämpfen. Jeder Skill lässt sich auf drei Stufen upgraden, wobei man die Auswahl gut treffen sollte, da man pro Levelaufstieg nur einen Skillpoint erhält. Die Fähigkeiten lassen sich anschließend per Radialmenü auswählen, aber auch bequem auf Shortcuts legen. Vier Fähigkeiten hat man so stets griffbereit. Weiterhin hat man per Analogstick Schnellzugriff auf Heil- und Zorntränke. Ersterer erklärt sich von selbst, Zorn wird benötigt, um magische Fähigkeiten einzusetzen. Neben diesen beiden Balken, gibt es noch die Reaper-Anzeige. Diese füllt sich kontinuierlich und bringt bei vollständigem Füllstatus Tods 'wahre Gestalt' zum Vorschein, in der ihr ein Vielfaches an Schaden austeilt.

Weltenbummler
Hat man den Tutorial-Part hinter sich gebracht, lässt einen das Spiel glücklicherweise recht schnell von der Leine und öffnet die sehr große Spielewelt, die den Vorgänger noch um einiges übertrifft. Sowohl zur Fortbewegung als auch zur Orientierung hat Tod zwei Helfer im Schlepptau. Zum einen sein treues Ross, genannt Verzweiflung. Immer wenn das entsprechende Symbol grün aufleuchtet, lässt sich das etwas entartete Pferd rufen, um durch die weiten Landschaften zu galoppieren. Kurze Sprints benötigen dabei Ausdauer, die sich allerdings selbstständig wieder auffüllt. Falls man mal trotz Karte mal nicht weiß, wo es weiter geht, kann man per Tastendruck den Raben Asche rufen, der daraufhin zum nächsten Wegpunkt, beziehungsweise zur nächsten Türe fliegt und so symbolisiert, dass dort etwas zu tun ist. Die offene Welt erweckt zunächst natürlich einen guten und freien Eindruck, allerdings wird man beim durchqueren im Grunde nur von vereinzelten Gegnern und kleineren Dungeons auf trab gehalten. Daher ist die Schnellreisefunktion per Weltkarte auch sehr zu begrüßen. Wobei man natürlich nur zu den Orten reisen kann, die man schon entdeckt hat. Zufällige Events in der freien Welt hätten die teils langen Wege etwas interessanter gemacht.




Da wird sogar der persische Prinz blass - Tod beim Wallrun.


Die Quests erhält man von allerhand NPC's. Bei den Dialogen stehen einem des öfteren Multiple-Choice-Antworten im Stile von Mass Effect zur Verfügung, wirklichen Einfluss auf irgendetwas haben diese aber nicht. Auch jede Menge Sidequests warten darauf entdeckt und erfüllt zu werden. Die erste erhält man dabei quasi automatisch von Händler Vulgrim. Der schon aus dem Vorgänger bekannte Pilgerer wartet an vielen Ecken und bittet euch beim ersten Treffen, die fehlenden Seiten aus dem Buch der Toten zu finden. Ansonsten kann man bei ihm seine gefundenen und unbrauchbaren Items los werden, aber auch neue kaufen. Die Items sind dabei auch in verschiedene Klassen eingestuft, die an Diablo erinnern. So gibt es verzauberte, seltene und elitäre Gegenstände, die natürlich dementsprechend ihren stolzen Preis haben.

Entwickler Vigil Games

Verlag THQ

Darksiders II präsentiert die Heldentaten von Tod, einem der vier Reiter der Apokalypse. Das Spiel verknüpft dabei geschickt die Ereignisse des ersten Darksiders mit der neuen Story. Eine epische Reise führt Tod durch ganz unterschiedliche Regionen - die einen hell und freundlich, die anderen düster -, während er alles daran setzt, seinen Bruder Krieg zu erlösen. Wir erinnern uns: Krieg wurde im ersten Darksiders dafür verantwortlich gemacht, die Apokalypse zu früh ausgelöst zu haben ... Darksiders II Mit einer sehr viel größeren Spielwelt, vollständig aufrüstbaren Waffen und Rüstungen, weitläufigeren und noch ... [...]

Darksiders II
Das Spiel mit dem Tod
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