backtotop
Informationen
GREED - Black Border Ein waschechter Geheimtipp
Seite 1 \\ Ein waschechter Geheimtipp
 Seite 1  Ein waschechter Geheimtipp 
 Seite 2  Fazit 

Bereits in unserem Preview machte GREED - Black Border einen guten Eindruck. Mittlerweile haben wir uns durch die Vollversion geschlagen und können mit Recht behaupten: die Impressionen unserer Vorschau haben sich bestätigt - der junge deutsche Publisher Headup Games hat zusammen mit den österreichischen Entwicklern von Clockstone ein brauchbares Hack'n'Slay abgeliefert.

Sammelgier
In GREED schlüpft ihr in die Rolle eines ehemaligen Elitesoldaten. Nach der Entdeckung des Elements Ikarium schlagen sich fünf Kolonialmächte ordentlich den Schädel ein. Ihr ahnt es bereits: ihr seid bei diesem Machtkampf natürlich mittendrin. Vor diesem Hintergrund folgt ihr einem Hilferuf des Raumschiffs "Yukon 5". Vor Ort fällt auf, dass die Besatzung einer seltsamen Infektion zum Opfer gefallen ist, jegliche Hilfe kommt zu spät. Im Gegenteil: fiese Zombies und diverse Roboter machen uns das Leben schwer. Der Kampf ums überleben beginnt - und natürlich rettet ihr nebenbei noch die ganze Menschheit.

Zugegeben, wirklich Innovativ ist die Story für ein Sci-Fi-Hack'n'Slay nicht wirklich. Zudem wird der Plot im Spielverlauf durch spröde Texttafeln vorangetrieben, Zwischensequenzen etwa sucht ihr vergebens. Dafür werden Fans des Genres mit einem abwechslungsreichen Gameplay und einem unverbrauchten Szenario bedient.

Qual der Wahl
Im Spiel habt ihr die Auswahl zwischen drei verschiedenen Charakterklassen, mit denen ihr euch in drei Schwierigkeitsstufen durch drei unterschiedliche Kampagnen kämpfen dürft: dem Marine, der Plasma-Ingenieurin und dem Pyro. Während sich der Marine bestens für den Nahkampf eignet, nutzt die Ingenieurin die Entfernung zu ihrem Vorteil und greift auf konventionelle Scharfschützengewehre zurück. Der Pyro ist ein gesundes Mittelding: im Nah- und Fernkampf teilt der Herr gleichermaßen gut aus, ist also am besten für Anfänger geeignet. Clockstone hat sich merkbar am gängigen Standard orientiert und macht dadurch auch keine großen Fehler, was die unterschiedlichen Charakter angeht. Ihr dürft im Gegenzug aber auch - abgesehen vom Setting - keine großen Innovationen erwarten. So ist es beispielsweise nicht möglich, sich seinen Charakter nach eigenen Wünsche zu gestalten. Bis auf diverse Ausrüstungsgegenstände, etwa unterschiedliche Rüstungen, könnt ihr keine Veränderungen vornehmen. Die unterschiedlichen Items findet ihr bei gefallenen Feinden oder könnt sie später bei einem Händler erwerben.


Der Marine teilt mit seiner Minigun ordentlich aus

Neben der für ein Hack'n'Slay typischen, andauernden Gegnerdezimierung hat Clockstone dem Spiel auch eine kleine Prise Rollenspiel spendiert, hält sich dabei aber auch an gängige Genrestandards. Mit zunehmendem Spielverlauf sammelt ihr Erfahrungspunkte, die euren Recken im Level aufsteigen lassen. Durch zusätzliche Talentpunkte könnt ihr bestimmte Fähigkeiten, die sich von Klasse zu Klasse unterscheiden, gezielt ausbauen. Die Anwendung der Talentpunkte sollte gut überdacht sein, denn investiert ihr falsch, könnte GREED im späteren Spielverlauf durchaus fordernder ausfallen. Auch nervig ist der Fakt, dass ihr immer nur festgelegte Waffen nutzen könnt. Während der Marine auf eine Minigun zurückgreift, nutz der Pyro einen gewaltigen Flammenwerfer und die Ingenieurin ein Scharfschützengewehr. Die Waffen könnt ihr zwar durch diverse Upgrades verbessern, gänzlich neue Schießprügel gibts aber nicht. Gerade Sammelfreunde dürften diesen Punkt eher negativ sehen, hält sich der bekannte Trieb, immer bessere Items zu finden, so doch stark in Grenzen.

Auf sie mit Gebrüll
Vom Gameplay her erinnert GREED an den Genreprimus Diablo und gewährt euch die Ansicht auf das Schlachtfeld von einer schrägen Vogelperspektive. Auf Wunsch könnt ihr die in die Action zoomen, um mehr Übersicht zu erhalten. Meist nutzt ihr die Maus, um euch in den verlassenen Raumschiffen zu bewegen. Durch Einsatz der Tastatur könnt ihr zudem sogenannte "Dodge Skill"-Moves vollführen und euren Feinden stilistisch ausweichen. Aber Achtung: ihr könnt nicht wie auf LSD lustig durch das Szenario hüpfen. Der Dodge-Move kostet nämlich Ausdauer und ist deshalb mit Bedacht - beispielsweise in brenzligen Situationen - einzusetzen. Während die Kämpfe zu Beginn recht simpel sind und Profis gar unterfordern, wird GREED mit zunehmendem Spielverlauf interessanter: neben den Anfangs erwähnten Infizierten trefft ihr später auf große Bossgegner, unterschiedliche Roboter und knackigere Infizierte, die mehr Schaden aushalten.


Neben diversen Robotern kämpft ihr auch gegen infizierte Besatzungsmitglieder

Wer dem infizierten Gesindel und den zahlreichen Blechbüchsen gemeinsam den Kopf einschlagen will, kann das tun. GREED bietet euch einen kooperativen Mehrspielermodus - über LAN sowie das Internet. Das macht mit den passenden Mitspielern auch mächtig Spaß - schade ist nur, dass eben jene die IP von euch kennen müssen. Einen Serverbrowser bietet GREED nämlich nicht, sodass vor allen Dingen weniger technisch versierte Spieler verzweifeln werden.

Bis zum Mond
Nachdem Headup Games mit GearGrinder und Twin Sector eher grafisch mittelmäßige Titel veröffentlicht hat, kommt GREED erstaunlich hübsch daher. Gerade auf maximalen Details machen die coolen Explosionen einen guten Eindruck und die schönen Lichteffekte lassen das gruselige Raumschiff in unterschiedlichen Farbtönen erstrahlen. Matschige Texturen und ein etwas zu simples Leveldesign mit fehlenden Details stören den tollen Gesamteindruck allerdings ein wenig.


Grafisch kann sich GREED sehen lassen; ab und an stören allerdings unscharfe Texturen

Während der Action wird GREED mit einem dezenten Soundtrack untermalt, der zwar auffällt, aber nie negativ ins Gewicht fällt. Besonders genial ist die Vertonung der unterschiedlichen Charaktere gelungen. Der Händler wird euch nämlich mit der bekannten Stimme von Spongebob Schwammkopf begrüßen - cool! Auch sonst werden die unterschiedlichen Charaktere professionell vertont: der Marine röhrt seine Kommandos mit der Stimme von Thorsten Michaelis (Wesley Snipes), der Pyro hat seine Stimme von Tilo Schmitz - unter anderem für die Hauptfigur von Pulp Fiction, Marcellas Wallace, verantwortlich - geliehen bekommen. Die Plasma-Ingenieurin wurde von Jennifer Harder-Böttcher, welche vielen als Stimme von Jennifer Lopez bekannt sein dürfte, vertont. Hier waren also keinesfalls Amateure am Werk, was man am Endprodukt auch einwandfrei erkennen kann.

Entwickler Clockstone STUDIO

Verlag Headup Games

Im Science-Fiction-Universum von GREED bricht aufgrund der Öffnung von interstellaren Reisen ein neues Zeitalter der Kolonialisierung aus. Fünf große Kolonialmächte finden sich nach der Entdeckung des neuen Elements Ikarium in einem interstellaren Machtkampf wieder, der von Gier und Opportunismus geprägt ist. In diese schier endlose Konfrontation taucht der Spieler als ehemaliges Mitglied einer Elite-Militäreinheit ein und erlebt dabei eine Geschichte, in welcher ihn der Kampf ums eigene Überleben an fremdartige Orte und er das Schicksal der Menschheit zu nicht geahnten Konsequenzen führen wird. [...]

GREED - Black Border
Ein waschechter Geheimtipp
 Navigation
  Seite 1  Ein waschechter Geheimtipp 
  Seite 2  Fazit 
Zur Galerie