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Raven Squad Überraschender Genremix?
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Mit Raven Squad bringt der Entwickler Atomic Motion einen Titel heraus, der bereits im Rahmen der E3 zahlreiche Awards einheimsen konnte. Grund ist die Mixtur aus First-Person-Shooter und Strategiespiel. Ob der Cocktail aber letztendlich gelungen ist erfahrt ihr in unserem Testbericht.


Absturz im Dschungel
Wir schreiben das Jahr 2011. Irgendwo im Amazonasgebiet ist ein Flugzeug abgestürzt, das wichtige Informationen an Bord hatte. Ihr schlüpft von nun an in die Rolle eines Elitesoldaten, um den Feind mit allen Mitteln davon abzuhalten, an diese Informationen zu kommen. Auf dem Weg zum Einsatzort wird auch euer Flugzeug von einer Flugabwehrrakete getroffen und die letzte Rettung besteht in einem Notabsprung – natürlich genau in feindliches Gebiet. Zusammen mit euren Teamkollegen kämpft ihr euch fortan durch den Urwald – immerhin hat das so genannte „Raven Squad“ Erfahrung mit solchen riskanten Einsätzen.


Im Dschungel entdecken euch die Feinde oftmals schneller, als euch lieb ist

Zugegeben: wirklich innovativ ist die Story nicht. Fortan hetzt ihr in der Rolle der unterschiedlichen Teammitglieder durch die äußerst lineare Kampagne, die ihr übrigens auch in einem kooperativen Mehrspielermodus mit einem Freund erleben könnt. Zu allem Überfluss bekommt ihr es noch mit dem örtlichen Warlord zu tun. Der „nette“ Herr terrorisiert zudem noch die Bevölkerung – und hier kommt euer Vorteil zum tragen. Xian, eine Archäologin, sitzt irgendwo in einem verlassenen Bunker und kann euch von dort aus mit Bildern aus der Luft helfen. Hier kommt das Feature von Raven Squad zum tragen, womit der Titel am meisten Punkten möchte. Mit nur einem Tastendruck könnt ihr von der Ego- in die Strategieperspektive wechseln. Aus der Luft könnt ihr eurem Team Befehle geben, die Lage auskundschaften und Feindstellungen ausheben. Da die Feinde aber scheinbar Übermenschen sind, bringt euch der Überraschungseffekt nicht viel. Die Typen haben euch längst gesehen, wenn ihr noch gar nicht damit rechnet. Das erstickt gute Aktionen im Keim und lässt gehörig Frust aufkommen, zumal die Schergen auch durch dichtes Gestrüpp sehen können. Hinzu kommt der Faktor, dass die meisten Levels sehr linear aufgebaut sind. Meistens ist es das Ziel, von A nach B zu gelangen. Dabei schaltet ihr dann immer weiter Feinde aus. Die Suche nach alternativen Lösungswegen per RTS-Steuerung macht also keinen Sinn – es gibt nämlich meistens keine alternativen Lösungswege.

Gemeinsam sind wir stark
Die sechs Mitglieder des „Raven Squad“ sind in zwei unterschiedliche Teams aufgeteilt. Während die Herren Oso, Paladin und Thor mit großen Waffen wie Maschinengewehr und Raketenwerfer in die Schlacht ziehen bevorzugen Flash, Shadow und Zombie den leisen Weg – zum Beispiel mit dem Scharfschützengewehr. Die Gesundheit regeneriert sich während der Gefechte genretypisch, indem man sich etwas aus der Schussbahn bewegt. Werden einzelne Teammitglieder dennoch niedergestreckt, könnt ihr diese mit Hilfe einer Spritze wiederbeleben. Wichtig ist es, bei den Gefechten die vorhandene Deckung zu nutzen – sonst könnt ihr bald den Radieschen beim Wachsen zuschauen. Von unten natürlich.


Die RTS-Perspektive sorgt für mehr Übersicht

Was sagst Du?
Nach knapp sechs bis sieben Stunden flimmert der Abspann von Raven Squad über den Bildschirm. Grafisch ist der Titel die gesamte Zeit über ein zweischneidiges Schwert. Während das Setting, bis auf die Linearität der Levels, äußerst ansprechend wirkt, kann man das von den Animationen und Charaktermodelle nicht behaupten. Während die steife Mimik weniger ins Gewicht fällt, trüben vor allen Dingen matschige Texturen und grausige Animationen das Gesamtbild.


Raus aus dem Dschungel, rein in ein kleines Dorf. Immer dabei: die grausige Sprachausgabe

Absoluter Atmosphärekiller ist allerdings die grausame Vertonung von Raven Squad. Die Soldaten sprechen mit einem russischen Akzent, der eure Ohren bluten lässt und man merkt hier ungefähr so viel Motivation wie bei einem Faultier. Diesen absoluten Synchronsprecherfehlgriff können nicht mal die Waffengeräusche, die unterm Strich eigentlich recht ordentlich sind, wett machen. Die Steuerung geht am PC recht gut von der Hand; bei der Xbox 360-Version ist etwas Eingewöhnungszeit von Nöten.

Entwickler Atomic Motion

Verlag Evolved Games

„Ein Flugzeug mit streng geheimen Informationen ist im Amazonasgebiet abgestürzt. Falls diese Informationen dem Feind in die Hände fallen sollten, ist nicht auszudenken, wie vielen Menschen dies das Leben kosten wird. Du und dein Team wurden gebeten, alle überlebenden zu retten und um jeden Preis die Daten zu bergen. Da ihr Profis seid, werdet ihr auch genau das tun. Auf dem Weg zur Abwurfstelle wurde dein Flugzeug von einer Flugabwehrrakete getroffen und du und dein Team waren gezwungen, in feindlichem Gebiet einen Notabsprung hinzulegen. Auf euch allein gestellt und von feindlichen Streitkräften umgeben, müssen du ... [...]

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