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Divinity 2: Ego Draconis Das neue Rollenspielhighlight?
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Wer wollte nicht schon einmal in die schuppige Haut eines Drachen schlüpfen? In Divinity 2: Ego Draconis könnt ihr diese wundervolle Fähigkeit erlernen und zu eurem Vorteil nutzen – wenn da nicht das allgegenwärtige Böse wäre, gegen das ihr euch auch zur Wehr setzen müsst. Klappt der Höhenflug? Lest unser Review!

 

Ein langer Weg
Ihr beginnt euer Abenteuer genau in der Ausbildung zum Drachentöter in einem kleinen Ort namens „Leuchtenfeld“. Morgana, eine Zauberin, beendet die Ausbildung mit einem Ritual, bei dem ihr leider auch alle Fähigkeiten verlernt. Im Laufe des Abenteuers müsst ihr euch diese verlernten Fähigkeiten neu aneignen. Trotzdem hat das Ritual auch seine Vorteile: ihr könnt fortan Geister sehen und die Gedanken anderer Charaktere auslesen und gegebenenfalls manipulieren. Just in diesem Moment wird der letzte Drache in Rivellon, der großen Fantasywelt von Divinity 2, gesichtet. Als wäre das nicht schon besonders genug, handelt es sich bei diesem Exemplar um das letzte seiner Art. Ihr, als frischgebackener Drachentöter, seid natürlich der Erste, der dieses Exemplar erlegen will, um die Welt endlich vor den brutalen Übergriffen der Drachen und des Oberbösewichtes Damian zu schützen – wenn nicht alles ganz anders kommt.

 


Die effektreichen Kämpfe machen Spaß und sehen zudem sehr gut aus

 

Hört sich interessant an und ist es auch. Die Geschichte weiß mit überraschenden Wendungen zu punkten. Mit dem Laufe der Story werdet ihr ebenfalls einer der sogenannten „Drachenritter“ – den Menschen, die sich in die furchterregenden Echsen verwandeln können. Natürlich könnt ihr neben der Hauptstory auch massig an Nebenquests annehmen. Die Vielfalt der Aufgaben fällt gerade zu Beginn recht hoch aus. Während oftmals der Standard vorherrscht (Such dies, töte das) gibt es auch einige, sehr interessante Nebenquests die mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden. Hier kommt vor allen Dingen eure Fähigkeit, Gedanken lesen zu können, zum Zuge. Außerdem stellt euch das Spiel oftmals vor Entscheidungen, die den Questverlauf beeinflussen können. Cool!

 

Edel-Drachentöter
Um es mit den Drachen und anderen Kreaturen von Rivellon aufnehmen zu können, müsst ihr euer Alter-Ego entsprechend ausbilden. Zu Beginn erstellt ihr euch einen Helden, gebt ihr einen passenden Namen und wählt das Geschlecht. Im Endeffekt lernt ihr dann Fähigkeiten der Klassen Magier, Krieger, Waldläufer, Drachentöter und Priester. Zu Beginn erwähnten wir bereits die Fähigkeit, dass ihr Geister sehen könnt. Doch da hört der Spuk nicht auf: ihr könnt die Toten gar heraufbeschwören, sodass diese an eurer Seite kämpfen. Das grundsätzliche Kampfsystem von Divinity 2 ist simpel gestrickt. Mit der linken Maustaste führt ihr einen Angriff aus, mit der rechten Maustaste blockt ihr. Haltet ihr dabei Shift gedrückt, vollführt euer Held einen vernichtenden Sprungangriff. Mit diversen Tasten könnt ihr zudem eure Fertigkeiten auslösen. Funktioniert alles bis dahin wunderbar, zumal eure Gegner per Auto-Aim-Funktion im Nahkampf automatisch angewählt werden. Bei besonders flinken Gegnern stellt sich das aber durchaus als Geduldsprobe heraus. Zum Glück könnt ihr das Spiel jederzeit pausieren, um zum Beispiel einen neuen Gegner anzuwählen oder euch per Heiltrank wieder kampfbereit zu machen.

 


Die Drachenpassagen sind leider der Tiefpunkt des Spiels

 

Praktisch ist allerdings die Tatsache, dass ihr bei der Itemsuche direkt angezeigt bekommt, ob bestimmte Behälter schlichtweg leer sind. Nervig ist hingegen, dass ihr Items einzeln anklicken müsst, um sich aufzuheben. Im späteren Spielverlauf bezieht ihr euer eigenes Domizil: den Drachenturm.  Hier könnt ihr eure gesammelten Schätze lagern, eure Waffen verbessern, Tränke brauen lassen und eure Fähigkeiten weiter ausbauen.

 

Spann die Flügel
Divinity 2 kommt im Gegensatz zu Genrekollegen erstaunlich fehlerfrei daher. Die bereits erwähnten Quests machen dank ihrer Entscheidungsfreiheit Spaß und auch die Hauptstory weiß durch eine spannende Geschichte zu fesseln. Kleinigkeiten wie das umständliche Sammeln von Items, die teilweise doofe KI der Gegner und kleine Clipping- und Darstellungsfehler stören den Spielfluß kaum. Zudem wurde erst vor kurzem ein Patch veröffentlicht, der die Minimap verbessert und die Leistung sowie das Balancing des Spiels optimiert.

 

Angetrieben wird Divinity 2 von der aus Oblivion und Fallout 3 bekannten Gamebryo-Engine. Dank dieser Tatsache sieht das Spiel auch sehr gut aus, besonders die weitläufige Welt von Rivellon und die verwinkelten Dungeons wissen zu gefallen. Krass ist der teilweise abrupte Wechsel der Beleuchtung. Während in einem Tal strahlender Sonnenschein herrscht, erstrahlt der nächste Abschnitt in tristem grau. Der Atmosphäre tut die Beleuchtung sehr gut, allerdings ist der Wechsel viel zu abrupt. Auf der Soundseite machen die Entwickler der Larian Studios ebenfalls wenig Fehler: eine schöne deutsche Synchronisation sowie dezente Musikuntermalung runden das epische Gesamtpacket geschickt ab.

 


Grafisch kann sich Divinity 2 dank Gamebryo-Engine sehen lassen

 

Absoluter Tiefpunkt von Divnity 2 ist allerdings der Zeitpunkt, indem ihr die Gestalt eines Drachen annehmen könnt. Hier fliegt ihr in langweiligen Missionen an öden Feldwänden vorbei. Außerdem wartet das Spiel mit Jump-and-Run-Passagne auf. Diese fügen sich nicht nur mangelhaft in ein Rollenspiel ein, sondern nerven den Spieler auch sonst nur – hier habt ihr es eher mit einer Geduldsprobe zu tun. Trotzdem werden RPG-Fans mit Divinity 2 viel und lange Spaß haben – der tollen Story und den einfallsreichen Nebenquests sei Dank. 

Entwickler Larian Studios

Verlag dtp entertainment

In Divinity II - Ego Draconis greift der Spieler in den Kampf zwischen Drachen und Dämonen ein und wird schließlich selbst zum Drachenritter. Divinity II bietet dem Spieler die Möglichkeit, sein Erscheinungsbild zu ändern, und die Fähigkeiten beider Rassen – Mensch und Drache – für das Bestehen von Abenteuern epischen Ausmaßes zu nutzen. Im Mittelpunkt des Spiels steht der Drachenturm, der gleichzeitig zur Zufluchtsstätte und Basis ausgebaut werden kann. Mit seiner Hilfe kann der Spieler seine Fähigkeiten erweitern und verbessern. Ebenso können dort Waffen und Zaubertränke produziert und gelagert sowie neue ... [...]

Divinity 2: Ego Draconis
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