Um die für den Rohstoffabbau erforderlichen Gebäude in Betrieb zu nehmen, benötigt ihr eine Währung: Gold. Gold nehmt ihr durch Steuern und Handel ein. Für den Handel empfiehlt es sich, Handelsrouten zu erschaffen. In simplen Menüs wählt ihr hierbei eure Kontoren und Schiffe aus. Alternativ könnt ihr die Handelsrouten per Handelsrouten-Menü festlegen.
![]() Der Kampf wird fortan zwischen Gebäuden ausgetragen |
Wichtig sind auch die diplomatischen Aspekte des Spiels. In einem umfangreichen Diplomatie-Menü erklärt ihr Kriege, geht Bündnisse ein und haltet Kontakte. Wichtig für eben jene Aktionen ist euer Ruf bei den anderen Parteien. Könnt ihr mit eurem Gegenüber nicht gut Kirschen essen, kommt es zum Krieg. Die Konflikte findet in ANNO 1404 zu Wasser und an Land statt. Während euch bei den Seeschlachten überwiegend Korsaren das Leben schwer machen, ist an Land ein Angriff von jedem KI-Mitspieler möglich. Die Seegefechte spielen sich ziemlich simpel: der Spieler mit der größten Feuerkraft gewinnt. Ihr dürft also nicht mit taktisch tiefgehenden Gefechte wie beispielsweise in Empire: Total War rechnen. Die Landgefechte werden nicht – wie sonst üblich – mit herumwuselnden Armeen gewonnen. Hier platziert ihr vielmehr möglichst taktisch Gebäude, zwischen denen die Gefechte ausgetragen werden. Die von euch errichteten Stellungen können dabei je nach Position verlagert werden. Allgemein fällt der Spielablauf in ANNO 1404 aber eher friedlich aus, Gefechte sind daher recht selten.
Liebe zum Detail
Grafisch ist ANNO 1404 in allen Aspekten gelungen. Da wäre zum einen das wunderbare Wasser der Weltmeere, welches euch öfters an Urlaub denken lässt, als euch lieb ist. Selbst Meeresbewohner wie Delfine werden vor euren Schiffen auf und ab hüpfen – genial! Die Gebäude am Festland sind unglaublich detailliert gestaltet und verfügen über gestochen scharfe Texturen. Wenn eure Stadt prunkvoll gedeiht und ihr – ohne die Maus auch nur zu berühren – dem bunten Treiben auf dem Bildschirm folgt, ist klar dass Related Designs alles richtig gemacht haben. Auch die einzelnen Menüs sind komfortabel gestaltet und verdecken euch nie den Blick auf das aktuelle Geschehen. Einsteiger wie auch Profis kommen sofort zurecht.
![]() Insiderinfo: am ANNO 1404 Wasser wurde fünf mal länger gearbeitet als bei ANNO 1701 |
Auch auf der soundtechnischen Seite ist den Entwicklern alles durchweg gelungen. Knapp 90 Minuten orchestrale Musik verwöhnt eure Ohren, die Synchronsprecher verstehen ihren Job und auch sonst weiß der Gesamteindruck der Akustik zu überzeugen. ANNO 1404 ist also alles in allem ein rundes, gelungenes Gesamtpaket – dem einzig und allein ein Mehrspielermodus fehlt. Ein Manko, über dass sich bei dem schieren Umfang allerdings locker hinwegsehen lässt.


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