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Bionic Commando Gelang der Sprung in die 3D-Welt?
Seite 1 \\ Haalloo, Spencer!

Nachdem Capcom mit Bionic Commando Rearmed einen alten Klassiker für XBOX Live Arcade und PSN neu aufgelegt hat, kommt mit Bionic Commando die reichlich kreativ betitelte Nextgen-Version des alten Actionklassikers in die Läden.
Doch wie gut ist dem Mann mit dem Roboterarm, besser bekannt als Nathan Spencer der Sprung, oder besser gesagt, der Schwung in die heutige polygongefüllte 3D-Videospielewelt gelungen? Ist den Jungs und Mädels von Capcom mit ihrem Reboot  ein Actionfeuerwerk gelungen oder handelt es bei dem Spiel um eine Fehlzündung? Wir klären euch auf, in unserem Review zum Spiel.

 

Haalloo, Spencer!
Moment mal! Es gab schon mal ein Spiel unter dem Titel Bionic Commando? Tatsächlich ist Bionic Commando, in Japan unter dem Titel „Top Secret: Hitler no Fukkatsu“, einer der wohl weniger bekannten Klassiker der 8Bit-Ära und das obwohl es gerade aufgrund der Tatsache, dass der Titel seinerzeit sehr umstritten war und für den nicht-japanischen Markt zensiert und stark umgeändert werden musste. Doch spätestens seit Bionic Commando Rearmed ist das Franchise nun doch ein wenig bekannter geworden.
In der aktuellen Version übernehmt ihr ein weiteres Mal die Kontrolle über Nathan Spencer, einem Mann mit einem „bionischen“ Arm, der aufgrund gerade dessen bei der Regierung ein wenig in Ungnade gefallen ist. Seit den Vorkommnissen im ersten Teil, sind bionische Lebensformen, also Lebensformen mit „eingebauter“ Robotertechnik, um das ganze mal ein wenig zu vereinfachen, nicht mehr gern gesehen. Als jedoch eine Terrororganisation einen Angriff auf Ascension City startet, darf Nathan seinen bionischen Arm endlich wieder zum Einsatz bringen und den Bösewichten eins auswischen, auch wenn er trotzdem von der Regierung nicht gerade mit Sympathie überhäuft wird.

 


Nathan Spencer in Action.

 



Die ganze Hintergrundgeschichte verständlich und umfassend darzulegen würde diesen Artikel nur unnötig verlängern und deshalb belassen wir es erstmal dabei. Offensichtlich wurde bei Bionic Commando ein großer Fokus auf die Story gelegt, doch bedeutet das auch, dass wir es hier mit einer wirklich epischen, vielschichtigen Story zu tun haben? Um es knallhart auszudrücken: Nein!
Das Spiel kann mit einer Menge, meist optional über Relais oder andere Quellen zu erreichende, Hintergrundinformationen, Details und Storyelementen aufwarten und tatsächlich haben die Entwickler hier auch sehr viel Liebe zum detail gezeigt, wenn es darum geht, den alten NES-Klassiker mit in die Story einzuflechten. Doch was wirklich stört, ist vor allem der Plot, die Charaktere und die Dialoge. Man muss sich nur einmal anschauen, wie der Hauptcharakter designed ist und einem wird sofort auffallen, wie sehr das ganze Spiel Testosteron versprüht. Nicht, dass das zwangsläufig etwas schlechtes sein muss, aber die Kollegen von Capcom scheinen es bei ihrem Versuch, ihre Spiele dem amerikanischen markt anzupassen ein wenig übertrieben zu haben.
Die Dialoge sind größtenteils plump, um es mal vorsichtig auszudrücken und der Hauptplot bietet leider auch nicht sehr viel als das übliche „Ach, diese bösen, fiesen Terroristen“-Schema. Wer das ausblenden kann oder wem das sogar gefällt, der muss sich über diesen Punkt auch nicht sonderlich aufregen, den meisten wird es aber wohl eher nicht so gehen.

 


Fiese Terroristen wohin man schaut.

 


Tarzan in der Großstadt

Doch genug über die typischen Genreklischees gelästert! Zeit uns dem eigentlichen Herz eines jeden Spiels zu widmen: dem Gameplay!
Und hier macht – um die Spannung schon einmal ein wenig vorweg zu nehmen – Bionic Commando schon so einiges mehr richtig als bei der Story.

 


Der Sprung in den Tod? Wohl kaum!



Bionic Commando wirkt zunächst einmal wie ein typischer 3D-Actiontitel, doch bei genauerer Betrachtung wird man erkennen, dass der bionische Arm des guten Herrn Spencer der ganzen Sache einen ganz anderen Schwung verpasst.
Die Level an sich sind ziemlich linear angeordnet, auch wenn sie – ein Lob an die Entwickler an dieser Stelle – nicht so wirken und durch einige alternative Pfade und sammelbare Items die ganze Sache dann doch ein wenig variationsreicher gestalten. Euer Ziel ist es zumeist nur euch von Punkt A nach Punkt B durchzuschlagen. Dabei steht euch eine nette Auswahl an Waffen zur Verfügung, mit der ihr euch in typischer Shooter-Manier durch die Gegner pflügen könnt. Doch wenn ihr euch nur darauf beschränken würdet, würdet ihr den Großteil des Spaßes verpassen, schließlich ist eure stärkste Waffe immer nur eine Armlänge entfernt! Schleudert Gegner durch die Gegend, Objekte auf Gegner, nähert euch auf unerwartete Weise, euer bionischer Arm wird sich schon bald als das ultimative Schweizer Taschenmesser erweisen! Natürlich müsst ihr euch die meisten Kampffäihgkeiten erst verdienen, je weiter ihr im Spiel voranschreitet, desto mehr Optionen habt ihr.

 


Die obligatorischen Fässer sind natürlich auch mit von der Partie.

 

Entwickler GRIN

Verlag Capcom

Ran an die Waffen! Nach 20 Jahre hat das Warten ein Ende: „Bionic Commando" landet schwungvoll auf Xbox 360, PlayStation 3 und PC. Als erste echte Fortsetzung des NES-Klassikers aus dem Jahr 1988 lässt „Bionic Commando" den bionisch verstärkten Nathan „Rad" Spencer neu aufleben, gesprochen vom ehemaligen Faith No More-Sänger Mike Patton. Die Zeit ist nicht spurlos an Spencer vorübergegangen: 10 Jahre nach seinem heldenhaften Sieg über die Truppen des Imperiums im Originalspiel fällt ihm die Regierung in den Rücken, der er Treue geschworen hatte. Man verurteilt ihn für Verbrechen, die er ... [...]

Bionic Commando
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