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Tom Clancy's H.A.W.X. Im Sturzflug auf den Feind
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Der Name "Tom Clancy" steht seit je her für geniale Shooter - zum Beispiel die Ghost Recon- und Rainbow Six-Serien. Mit Tom Clancy's H.A.W.X. wagt sich Ubisoft nun auf ein völlig neues Szenario: in die Luft. Ob der Titel dabei die gewohnte Tom Clancy-Qualität behalten kann, lest ihr in unserem Review.

Die Story von H.A.W.X. ist schnell erklärt: ihr seid David Crenshaw. Als ehemaliger Soldat der US Air Force fliegt ihr später für eine Söldnerfirma namens Artemis unterschiedliche Einsätze, zum Beispiel im nahen Osten. Die Story entwickelt sich dann, wie es fast schon üblich für einen Tom Clancy-Titel ist. Die Söldner von Artemis greifen die USA an - das geht euch als gebürtiger Amerikaner natürlich ordentlich gegen den Strich und ihr steigt wieder in das Team der US Air Force ein, um den Söldnertruppen gehörig den Hintern zu versohlen.

 


Die Flugzeuge verfügen allesamt über detaillierte Cockpits


So belanglos die Story ist, so belanglos ist leider auch ihre Präsentation. In trockenen Briefings werdet ihr auf die nächste Mission hingewiesen, erhaltet Informationen zum Einsatzort und dergleichen. Diese Briefings lassen sich zum Glück abbrechen, zu mal die Missionen meistens gleich aufgebaut sind. Mal müsst ihr Objekte beschützen, ein anderes Mal bestimmte Objekte des Gegners zerstören. Viel Abwechslung bietet das Spiel also nicht. Zu allem Überfluss sind die jeweiligen Missionen äußerst kurz geraten. Mehr als 20 Minuten werdet ihr nicht im virtuellen Himmel verbringen. Das macht eine Gesamtspielzeit von knapp 6 - 7 Stunden. Dass aktuelle Spiele nicht mit großem Umfang punkten, dürfte bekannt sein, weshalb diese kurze Spielzeit auch nicht verwunderlich ist.

Dogfight
Anfangs seid ihr nur mit fast schon porösen, alten Düsenjägern wie der Mig-21 unterwegs. Durch die ersten Abschüsse auf dem Schlachtfeld erhaltet ihr Erfahrungspunkte, mit denen ihr unter anderem im Rang nach oben steigt und gleichzeitig auch neue Maschinen, wie die F-22 Falcon, freischaltet. Insgesamt könnt ihr knapp 60 neue Flieger freischalten. Doch damit nicht genug: auch neue Lackierungen für die Jets und brandneue Bewaffnungen sind nur eine Frage eurer Erfahrung. Leider unterscheiden sich die Fluggeräte im Extremfall nur sehr gering, zum Beispiel anhand der Geschwindigkeit. Doch keine Angst: das Spiel stellt euch nicht vor die Qual der Wahl sondern schlägt euch für jeden Einsatz die passende Maschine samt Bewaffnung vor.

 


Ist der "Assistenz-Modus" aus erwarten euch krasse Flugmanöver


In den Einsätzen von H.A.W.X. merkt man direkt, dass der Titel mehrere Flugmeilen von einer Simulation entfernt ist: das Spiel spielt sich wie ein reinrassiger Arcade-Titel. So habt ihr zum Beispiel so viel Munition an Bord, dass das eure kleinste Sorge sein sollte. Auch Dank der drei wählbaren Schwierigkeitsgrade sollte das Spiel weder für Einsteiger noch für Profis ein Problem darstellen. Damit ihr allerdings so richtig den König der Lüfte raushängen lassen könnt, hat euch Ubisoft das "Enhanced Reality System" an die Seite gestellt. Einmal aktiviert, zeigt euch das Programm einen Kurz an, mit dem ihr eure Gegner anfangen könnt. Das Gleiche gilt, wenn ihr von Raketen verfolgt werdet: einfach dem Pfad des ERS folgen und die Gefahr ist gebannt - und das auf einfache, aber spektakuläre Weise. Ihr folgt nämlich einfach nur einem Wahlweise blauen (der Gegner wird abgefangen) oder roten Pfad (Ausweichkurs für Feindgeschosse). Halsbrecherische Manöver wie Loopings sind dabei keine Seltenheit. Cool!

Bitte helf mir
Wem das noch nicht reicht, der kann wahlweise durch Betätigen der Schultertaste den "Assistenz-Modus" ausschalten. Ab sofort ist die Kamera weiter von eurem Flugzeug entfernt, was für mehr Übersicht sorgt. Zudem werden die Manöver nun noch gewagter: ob knallharte Looping, enge Kurven oder Pirouetten - hier wird das Spiel schon fordernder. Einzig das Anvisieren der Feindlichen Flieger ist nun wesentlich schwerer.

 


Dank ERS könnt ihr Feinde besonders spektakulär abfangen


Natürlich seid ihr auf dem Schlachtfeld nicht alleine unterwegs. Meistens werdet ihr von zwei Maschinen begleitet, denen ihr sogar Befehle erteilen könnt. Eure Befugnis dazu ist aber sehr gering: ihr könnt den Mannen die Befehle "Angriff" (die Flügelmänner greifen Feinde an) oder "Verteidigung" (die Flügelmänner decken eure Flanken) geben. Das war es dann aber leider auch schon mit eurer Befehlsgewalt. Das Ubisoft viel in die Sprachsteuerung setzt dürfte spätestens seit Tom Clancy's EndWar bekannt sein. Auch in H.A.W.X. könnt ihr euren Kameraden Sprachbefehle erteilen - vorrausgesetzt, ihr seid im Besitz eines Headsets.

In luftiger Höhe
Wo H.A.W.X. keinen Innovationspreis für die Story erhält, weiß der Titel doch durch eine sehr ansehnliche Grafik zu gefallen. Dank der Verwendung der sogenannten "GeoEye"-Technologie konnten die Entwickler von Ubisoft detaillierte Städte und Landschaften auf euren Bildschirm zaubern. Auch die Flugzeuge sehen ihren Vorbildern zum verwechseln ähnlich. Im Tiefflug offenbart das Spiel allerdings einige Ungereimtheiten: die Auflösung der Satellitenbildern ist sehr grob, einzelne Pixel kann man mit bloßem Auge abzählen. Das ist zwar nicht weiter schlimm, da man in H.A.W.X. meistens in luftigen Höhen hantiert, stört aber trotzdem das grafische, sonst ziemliche schicke, Gesamtbild. Denn im Spiel ist allerhand los. So ziehen abgefeuerte Raketen noch eine Zeitlang einen rauchigen Schleier hinterher -  das sieht vor allen Dingen bei großen Gefechten cool aus, wenn auch die Explosionen der Flugabwehr um euch herum donnern.

 


Grafisch ist H.A.W.X. nicht von schlechten Eltern


Auch vom Sound her ist H.A.W.X. genial in Szene gesetzt. Ein großes Atmosphäreplus sind die ständigen Funksprüche eurer Mitstreiter, die viel zur Atmosphäre beitragen. Noch schöner ist die Musik als euer ständiger Begleiter. In ruhigen Momenten dudelt der Soundtrack still vor sich hin, in Gefechtsituationen knallt das ganze dramatisch aus euren Boxen.

Luftkooperation
Habt ihr die relativ kurze Kampagne erfolgreich durchgespielt, wartet noch der Mehrspielermodus auf geübte Hobbiepiloten. Jede Mission der Kampagne kann kooperativ mit bis zu vier Spielern gespielt werden. Neben dem kooperativen Spielmodus könnt ihr euch auch im Team Deathmatch mit anderen Spielern messen. Das rockt allerdings nicht so, wie die Feinde vereint und gemeinsam in den Hinter zu treten.

Der Mehrspielermodus lief bei unserer XBox 360-Version entgegen anderweitiger Gerüchte weitaus lagfrei. Einzig und alleine die Framerate ging ab und an etwas in die Knie.
 

Entwickler Ubisoft

Verlag Ubisoft

Tom Clancy’s HAWX wird von Ubisofts Studio in Bukarest entwickelt und bietet dank perfekter technischer Anpassung an die Hardware-Systeme der nächsten Generation eine intensive und authentische Luftkampferfahrung. Die Geschichte beginnt im Jahr 2012. Als die Ära der Nationalstaaten immer schneller dem Ende entgegen geht, durchläuft die Kriegsführung eine radikale Weiterentwicklung. Immer mehr Nationen werden zunehmend abhängig von privaten militärischen Organisationen (Private Military Companies, PMCs), Elitekämpfern, die das Recht selber in die Hand nehmen. Durch das Abkommen von Reykjavik wird diesen schließlich ... [...]

Tom Clancy's H.A.W.X.
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