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Conan Exiles Crom, hilf mir bei meiner Rache!
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1932 erschuf der Autor Robert E. Howard Conan. Als Low Fantasy für Pulp-Magazine, auch bekannt als Groschenromane, gestartet entwickelten sich die Abenteuer des Barbars Conan zu dieser Zeit zum Geheimtipp, später zum absoluten Kult. Mit Arnold Schwarzenegger als Conan und James Earl Jones als Thulsa Doom schaffte Conan 1982 schlussendlich den Weg zur Ikone. Trotz der simplen Inhalte der Original Romane, erdachte Robert E. Howard eine komplexe und belebte Welt, das hyborische Zeitalter, etwa 20.000 v. Chr. Mit Conan Exiles versucht Entwickler Funcom diese Welt in einem Open-World-Survival-Crafting-Spiel abzubilden. Ob dies gelingt, oder ob ihr nie das Geheminis des Stahls erfahren werdet, könnt ihr in unserem Review lesen.

Die Verbannten Lande
Conan Exiles startet, nachdem ihr euren Charakter im übersichtlichen Charakter-Editor erstellt habt, mit eurem ans Kreuz geschlagenen Protagonisten. Kurz vor eurem Tod erscheint euch Conan, der Barbar und fragt euch ob ihr frei sein wollt. Natürlich wollt ihr das. Mit nichts am Leib und einem Wasserschlauch macht ihr euch auf den Weg durch die unerbittliche Wüste der Verbannten Lande, einem Ort an den die Verbrecher gebracht werden, hinter einer magischen Mauer, durch die ihr nicht fliehen könnt, wenn ihr nicht sterben wollt. Aber wohin eigentlich? Conan Exiles ist ein reines Survival-Erlebnis. Zwar findet ihr hier und da einige Lore-Steine und erfahrt mehr über eure Welt, könnt diverse Orte entdecken und bekommt einige "Mikro-Quests", die eure Reise durch das Verbannte Land beschreiben sollen. Leider fühlten wir uns im Offline-Modus als Einzelspieler auf weiten Strecken sehr alleingelassen. Wer Siedlungen friedlicher NPCs sucht, der sucht vergebens. Die verbannten Lande sind zum absoluten Großteil eine feindliche Welt. Vereinzelte friedliche NPCs findet ihr zwar, aber die Interaktionen mit ihnen sind eher gering. Schade, wie wir finden, denn die reiche Geschichte des Conan Universums wäre in der facettenreichen Welt von Conan Exiles sicher gut einzubinden gewesen.


Bei dem ganzen Rumgefuchtel kommen einige Gegner schonmal durcheinander


"Gemeinsam erobern wir die Welt, auf dass die Götter schaudern vor unserem Namen."
Das Hauptaugenmerk von Conan Exiles liegt auf dem Mehrspieler-Modus. Hier könnt ihr kooperativ oder kompetitiv vorgehen. Da mit einer Levelgrenze von 60 bei weitem nicht alle Skills erforscht werden können, und ihr somit tatsächlich nicht das Geheimnis des Stahls von Crom beziehungsweise die Möglichkeit, verschiedene Rüstungen, Waffen oder Bauwerke zu bauen nicht erlangen könnt, sind Gemeinschaften mit verschieden ausgebildeten Spielern wichtig und hilfreich. Für den Singleplayer-Modus hätten wir uns eine Serveroption gewünscht die die Levelcap aufhebt, damit man das Sandbox-Prinzip vollends genießen kann und vor allem sinnvolle Fortschritte machen kann. Ob allein oder mit vielen bleibt das Problem der fehlenden Motivation noch erhalten. Die zu entdeckenden Orte bieten nicht mehr als entdeckt worden zu sein. Schnellreisen über Wegpunkte gibt es zwar, doch die Fähigkeit sie zu nutzen ist kniffelig verpackt und bedarf dennoch viel Lauferei, denn die aktuell zehn Obelisken in der Spielwelt müssen entdeckt werden und können anschließend über einen riesigen Kartenraum in eurer Basis angepeilt werden. Was das Spiel bereichert, sind einzigartige Gegner die sich an Orten weit am Rand der Weltkarte oder tief verborgen in Höhlen oder Ruinen verstecken und schwer zu knackende Nüsschen sind. Für das Review haben wir uns einen gehörigen Vorteil verschafft und unseren Schadensmultiplikator ordentlich hochgeschraubt, dennoch durften wir auf diese Kerlchen ordentlich einknüppeln, bevor sie erledigt waren. Das gefällt!


Der dichte Dschungel ist einer der düstersten Orte von Conan Exiles


"Wir sind keine Götter und keine Riesen. Wir sind nur Menschen."
Doch neben Menschen bietet Conan Exiles eine reiche Welt an Lebewesen. Ob Jagdwild, Raubtiere oder groteske Rieseninsekten, Dämonen, Skelette oder Drachenwesen und vieles mehr begegnen euch und den anderen Menschen in der weitläufigen Spielwelt. Wie es sich für ein stabiles Crafting-Game gehört, sind diese natürlich nicht nur nette Deko, sondern auch notwendig für wichtige Rohstoffe wie Haut, Knochen und natürlich Nahrung. Aber auch exostische Materialien wie Fangzähne, Drüsen oder Chithin bekommt ihr aus den kleinen, nicht ganz so kleinen und alles andere als kleinen Gesellen heraus. Verschiedene Lebewesen bedeuten auch verschiedene Strategien zur Jagd. Einen Elefanten oder ein Mammut mit Pfeil und Bogen erlegen zu wollen ist in etwa so effektiv, wie einen Stein mit einem Strohalm zu zertrümmern.Eure Angriffserfolge sind abhängig von der Art und Beschaffenheit eurer Waffe und natürlich davon, wie klug ihr euch anstellt. Da bedarf es keinen pirschenden Meistejäger, so intelligent ist die KI im gesamten Spiel nicht, doch solltet ihr grade bei den Großkaliber-Gegnern rechtzeitig in Deckung gehen können, sonst zeigen sie euch gern, wie sie so groß geworden sind. Am unangenehmsten empfanden wir die Insekten. Zum einen sehen sie wirklich besorgniserregend aus, zum anderen haben sie eine Vielzahl unangenehmer Angriffsmöglichkeiten, zu denen auch Gift gehört, den tieferen Sumpf solltet ihr also nur gut vorbereitet bereisen und euch bewusst sein, dass die Nacht hier finster wie im (Bar)Bärenarsch ist.


Immersionstipp: Bei den aktuellen Temperaturen alle Fenster zu und ab in die Savanne


"Hier findest Du Feuer und Wärme. Komm und wärme Dich."
Optisch hat uns Conan Exiles sehr positiv überrascht. Ist die Wüste, die ihr anfangs durchlatscht, äh durchwandert, noch karg und unspektakulär, so erwarten euch in den belebteren Gebieten der Spielwelt durchaus schöne Landstriche. Auch was Texturen und Landschaftsfülle angeht wartet Conan Exiles mit überwiegend rund laufenden Szenarien auf, bei denen Gräser und Blumen von felsen durchzogene Hochländer bis zur  angliedernden Tundra und den Taigawäldern begleiten oder der unwirtliche Sumpf mit dichtem Dickicht und finstren Ruinen eure Angst beflügeln. Kühle Küsten mit hellem Strand und vereinzelten Wracks liegen zu Fuße von Sandsteinbergen. Das savannige Brachland vor der Wüste trocknet euch den Mund aus. Für ein so weitläufiges Gebiet hatten wir wenige Framerate-Drops bemerkt, Texturen luden schnell oder waren auf weite Sicht bereits geladen. Natürlich ist Conan Exiles nicht mit anderen aktuellen Storytiteln zu vergleichen, in denen der grafische Fokus jedoch auch ganz anders ausgerichtet ist. Ein Leckerbissen für Conan Fans stellt noch der Soundtrack dar, abseits der gelegentlich fehlenden Soundeffekte bekommt ihr ein orchestrales Conan-Soundgewand mit bekannten epischen Melodien geboten, die euren Charakter auf der Reise begleiten.

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