backtotop
Informationen
gamescom 2018 - Part Lars Von Kriegen, Zombies und der Postapokalypse
Seite 2 \\ Die Bärtigen Damen der Postapokalypse
Tag zwei ging für mich dann am Stand der französischen Spielentwickler los. Ich konnte mir mit Orphan Age einen Survival-Management-Titel anschauen, der einen eher unkonventionellen Touch hat. Ähnlich wie bei dem 2014 erschienenen This War of Mine von 11 bit Studios, übernehmt ihr in Orphan Age von Black Flag Studios nicht etwa die Kontrolle über voll ausgebildete Soldaten oder Survivalexperten - sondern über Kinder, die ihre Eltern verloren haben. In dem dystopischen Cyberpunk-Setting managed ihr bis zu 15 Kinder gleichzeitig und versucht dabei, eure Umgebung zu erkunden, überlebenswichtige Versorgungsstationen wie Betten, Duschen, Kochareale und ähnliches aufzubauen und möglichst viele der Waisen am Lebe zu erhalten. Und dadurch, dass jedes Kind alters- und Erfahrungsabhängig unterschiedliche Perks und Malusse hat, birgt jeder neue Run in der zufällig generierten Dystopie seine eigenen Gefahren und Möglichkeiten.

Diverse
Als nächstes stand dann Unto the End auf dem Plan. Der 2D-sidescrolling-Metroidvania-like Titel eines einzigen Eherpaares hat mich vor allem durch sein sehr simples, aber durchaus schönes Grafikdesign auf sich aufmerksam gemacht. Das Kampfsystem wirkt auf den ersten Blick zwar sehr einfach, bietet aber durch seinen Anspruch an euch, die Angriffe eurer Gegner korrekt vorherzusagen und dementsprechend zu kontern dennoch einen gewissen Tiefgang. Hier bin ich selber gespannt, in welche Richtung sich das Spiel entwickelt hat, wenn es nach den noch geplanten anderthalb Jahren voraussichtlich 2020 veröffentlicht wird.

Gleich im Anschluss konnte ich mir zudem RoboQuest anschauen. Hierbei handelt es sich um einen schnellen roguelite first person shooter, bei dem ihr euch mit einem von bisher zwei wählbaren Robotern durch die Gegnermassen und Levels schießt. Verschiedene Waffen und Skills, die nach einem unvermeidbaren Tod freigeschaltet werden können, machen das Gameplay überaus spaßig und mit der Aussicht auf einen optionalen Koop-Modus, eine 10-20h lange Story und einem laut Entwicklern „unendlichen“ New Game Plus-Modus, der irgendwann so schwer werden soll, dass nur noch eine Maschine selbst diesen beenden könne, bieten RyseUp Studios mit ihrem Titel eine gelungene Abwechslung zu „einfachen“ FPS.

THQ Nordic
THQ Nordic gaben uns eine kurzen Abriss über alles, was sie zu bieten haben. Dabei gab es neben Townsmen VR, Fade to Silence, Wreckfest und Desperados noch einige (leider sehr kurze) Einblicke in Biomutant und Darksiders 3. Ich war persönlich dennoch etwas ernüchtert nach dieser Kurzvorstellung, da Biomutant nur mit einem zweiminütigen Gameplay-Trailer beworben wurde, der kaum Neuigkeiten bot und Darksiders 3 ebenfalls auf den ersten Blick außer der neuen Protagonisitn mit ihrer Waffe kaum Änderungen zu den ersten beiden Teilen aufwies und graphisch ebenfalls etwas zu wünschen übrig ließ.

1C Publishing
Auch bei 1C konnten wir uns das Gesamtaufgebot für die nächsten Monate anschauen. Hier hat mir vor allem Devil's Hunt gefallen. In dem Third-Person Action-Titel übernehmt ihr die Rolle eines Henkers des Teufels höchstpersönlich. Ihr schnetzelt euch im schnellen Stil von Devil may Cry durch Gegnerhorden und besucht hierbei drei große Gebiete: die Hölle, Jerusalem und die moderne USA. Entscheidet ihr euch für die Seite des Himmel oder der Hölle? Ihr könnt es euch noch bis 2019 überlegen.

Darüber hinaus gab es mit Stygian: Reign of the Old Ones einen weiteren Titel, der euch in den Wahnsinn des Lovecraft-Universums entführt. In dem RPG von Cultic Games übernehmt ihr die Rolle eines Charakters, den ihr selber zuvor mit verschiedenen Talenten udn Attributen ausstatten könnt und begebt euch von Arkham bis tief in den Abgrund des Wahnsinns. Was wird euch dort erwarten? Seid ihr dem Wansinn gewachsen? Oder werdet ihr zuvor an den Kämpfen oder eurem eigenen Verstand zugrunde gehen?

The Bearded Ladies Consulting
Zum Abschluss des zweiten Pressetages ging es für mich dann noch einmal mit bärtigen Damen ins Dickicht. Mit Mutant Year Zero: Road to Eden haben die schwedischen Entwickler von The Bearded Ladies Consulting ein beliebtes Schwedisches Tabletop-Game der 80er-Jahre auf dem PC neu zum Leben erweckt. In einer Mischung aus freier Erkundung und typischem Xcom-Kampfsystem schlagt ihr euch mit einer Gruppe von jeweils drei wechselbaren Mutanten, die ihrerseits mit unterschiedlichsten Fähigkeiten und Skillsystemen aufwarten, durch eine postapokalyptische Welt. Die Kombination der zwei unterschiedlichen Genres hat mich durchaus positiv überrascht. So könnt ihr euch im Erkundungsmodus durch gezielte Positionierung eurer Charaktere einen Vorteil für kommende Kämpfe sichern. Hier habt ihr zudem die Möglichkeit, durch geschicktes Taktieren Hinterhalte für eure Gegner vorzubereiten und diese vor Beginn eines Kampfes schon Stück für Stück durch Stealth-Waffen auszuschalten, ohne dass die anderen Gegner dies bemerken, was euch dann wiederum den späteren Kampf durch eine verringerte Gegnerzahl erleichtert. Geplant ist der Release für den 04. Dezember diesen Jahres.
gamescom 2018 - Part Lars
Von Kriegen, Zombies und der Postapokalypse