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Touhou Genso Wanderer Wo bin ich hier und wo bin ich jetzt?
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Mit Touhou Genso Wanderer kommt ein Roguelike Dungeon RPG auf die PlayStation 4, das bereits in der japanischen Fanszene eine große Tradition hat. Das gesamte Touhou Projekt umfasst über 15 Titel. Ob uns das japanische Phänomen überzeugt hat, erfahrt ihr in unserem Review.

Reimu Hakurei, Schreinwächterin
Heldin der gesamten Touhou Welt ist die Schreinwächterin Reimu Hakurei, die sich diesmal auf eine mysteriöse Reise begeben muss. Durch einen Unfall mit einer goldenen Kugel verändert sich der Charakter ihres Freundes Rinnosuke auf unheimliche Art. Eine böse Aura geht von ihm aus. Reimu begibt sich auf ein Abenteuer, um ihren Freund zu retten und trifft auf verschiedenste Charaktere. Die Geschichte wird euch in Teil animierten Dialogszenen näher gebracht. Für jüngere Spieler nicht unbedingt hilfreich ist der rein englische Text, der durch die große Menge schnell anstrengend wirken kann. Dennoch ist die Story einen Blick wert, der Humor kommt ebenso wenig zu kurz, wie die schönen Animationen der unterschiedlichen Charaktere. Touhou Genso Wanderer bedient sich dabei in vielerlei Hinsicht an der japanischen Mythologie und deren Einfluss auf die Kultur. So kämpft ihr gegen Oni-Adaptionen, kauft bei Yokai ein und bedient euch an Siegelstickern und ähnlichen bis heute in Tempeln zu findenen Utensilien.


Reimu Hakurei (rechts) ist eine mutige Schreinwächterin und Heldin des Touhou Spieleuniversums


Wo muss ich denn hin und wieso?
Trotz einer festen Hintergrundgeschichte verwirrt Touhou Genso mit dem Leveldesign nach Zufallsprinzip. Das Wort Dungeon ist an sich nicht ganz korrekt, kämpft ihr euch meistens doch eher durch Blümchenlabyrinthe. Diese sind mal mehr, mal weniger komplexer Natur und beinhalten verschiedene Gegnertypen, die für jede Aktion die ihr durchführt auch eine durchführen. Sprich, ihr könnt eure Aktionen zählen um zu wissen, wie die Gegner reagieren. In den einzelnen Ebenen findet ihr auch ein reichhaltiges Arsenal an verschiedenen Waffen. Diese reichen von Hasenohren über Steine bis zu großen Schwertern und können, wie alle anderen Gegenstände auch, mitleveln. Doch hier ist auch der dicke Kritikpunkt: Touhou Genso Wanderer ist enorm komplex, wollt ihr tiefer in die Materie einsteigen. Vernachlässigt ihr die Geschichte, kann das einerseits unterhaltsame, andererseits aber auch stark repetitive Gameplay schnell ermüden. Die vielen Werte und verschiedenen Möglichkeiten verwirren, sodass wir nach kurzer Zeit einfach nur noch nach den bekannten "Besser"-Pfeilen aussuchten und weiter auf putzige Gegnerchen einkloppten.


Leider wirken die Level trotz buntem Gewusel und niedlichen Charakteren relativ steril


Einen wirklichen Spielfortschritt erreicht ihr nur schwer, das durch den Zufallsgenerator bedingte Verwirrspiel in Sachen Leveldesign lässt euch durch Folgen von bunt gemischten "Dungeon"-Ebenen rennen, nur um in der nächsten Ebene wieder einen Ausweg in die Kommende zu finden. Fallen oder Events können ebenso zufällig ausgelöst werden, wie die Level generiert werden, was zur Verwirrung beiträgt. Wir haben leider keinen Spaß und auch keine Möglichkeit gehabt, uns in dem komplexen und sicher nicht unbegründet so geliebten Touhou Universum zurecht zu finden.


Im Yokai Dorf sieht das ganze zum Glück etwas anders aus


Die Schere zwischen Charakter- und Leveldesign
Touhou Genso Wanderer leidet unter einem häufig zu findenden Kritikpunkt besonders, nämlich der Grafikschere. Das heißt im Detail, dass die niedlichen Charaktere zum Einen in den Dialogsequenzen hochwertig und liebevoll gezeichnet sind. Auch im tatsächlichen Spiel sind eure Charaktere und die Gegner sehr schön anzusehen, öfter kam uns ein "Och niedlich" über die Lippen. Auch die oben kurz angesprochenen unterschiedlichen Waffen sorgen für Schmunzler. Wenn ihr euch beispielsweise mit einer riesigen Banane, Schlappohren oder einem Fisch bewaffnet, obwohl ihr auch Schwerter, Äxte oder andere echte Waffen im Repertoire habt, die aber deutlich schwächer sind. Jedes equipbare Item kann aufgelevelt werden und verändert sein Aussehen darüber.  Der Spielmechanik geschuldet aber ungünstig eingearbeitet sind die Tilesets des Zufallsgenerators. Durch die viereckigen Tiles entstehen keine weichen Kanten und der farbenfrohe und detaillierte Stil lässt die einzelnen Levels liebloser wirken, als sie sein könnten. Für einen Vollpreis-Titel ist die grafische Aufmachung leider nicht nachvollziehbar, ein um 30 Euro niedrigerer Preis (Stand jetzt 49,99 Euro) würde über diese Darstellung hinwegtrösten. 

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Entwickler NIS America (Nippon Ichi Software)

Verlag NIS America (Nippon Ichi Software)

In Touhou Genso Wanderer schlüpft der Spieler in die Rolle des jungen Mädchens Reimu, einer Hakurei Shrine Maiden, die einen Vorfall in der Welt Gensokyo untersuchen muss. Auf ihrer Reise begegnet sie verschiedenen Charakteren aus dem Touhou Project-Universum. Unzählige Schätze und Gegenstände warten in diesem Rogue-like-Rollenspiel darauf, entdeckt zu werden. Eine spannende Abenteuerreise beginnt! [...]

Touhou Genso Wanderer
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