Seite 1 \\ Wie ist es wirklich?
Wie lange haben Fans gewartet? Viele Jahre. Sie standen etwa auf der hiesigen Gamescom lange an, um zu spielen – oft sogar mehr als zwei Stunden. Von welchem Titel wir reden? Diablo 3. Und der ist nun endlich da – hat sich das Warten gelohnt?Der Nephalem ist zurück
Die Story von Diablo 3 in wenigen Sätzen: Ihr schlüpft in die Rolle des „Nephalem“, der die Mächte der Hölle zurückschlagen muss. Warum? Das erfahrt ihr direkt zu Beginn. Das Spiel beginnt in dem einst beschaulichen „Neu Tristram“. Hier ist es euer erster Auftrag, eine Kirche zu untersuchen, auf die ein riesiger Meteorit gekracht ist – was hat es damit wohl auf sich? Nach zahlreichen Kämpfen finden wir den Grund: Ein Fremder, der sein Gedächtnis verloren hat, kauert am Ende des blau schimmernden Kraters. Wer er ist, was er hier zu suchen hat und vor allen Dingen warum er so pompös durch die Kirche gekracht ist finden wir zuerst nicht heraus, sondern erst mit zunehmendem Spielverlauf. Dazu gesellen sich noch weitere, mysteriöse Dinge wie der Seelenstein und ein zerbrochenes Schwert. Viel zu tun also. Ab und an wird die Geschichte in astreinen Zwischensequenzen weitererzählt. Leider gibt es von eben diesen viel zu wenige – und viele sind gerade Kennern durch das Betrachten unterschiedlicher Trailer schon bekannt.
![]() Diablo 3 ist zurück - und anders als seine Vorgänger? |
Fassen wir also zusammen: Die Story ist solide, aber nichts Besonderes. Die Zwischensequenzen sind toll, kommen aber zu selten vor. Was macht Diablo 3 also gut? Das Hack’n’Slay-Gameplay das es auszeichnet, natürlich. Gerade mit Freunden macht der Titel nämlich unheimlich Spaß – gemeinsam Monsterhorden zu dezimieren, sich unterschiedlichen Bossgegnern zu stellen und auf Itemjagd gehen macht Spaß. Den ersten Durchlauf haben wir sogar alleine hinter uns gebracht – das passt, denn auf dem normalen Schwierigkeitsgrad kann man so die Spielmechanik kennenlernen und seinen Charakter erstmal auf ein ordentliches Levels bringen, bevor es an Hölle und Inferno geht. Was direkt auffällt: Heiltränke können wir nicht, wie im Vorgänger, bedenkenlos in uns rein schütten, sondern müssen sie geschickt einsetzen. Hat man sich nämlich einmal damit auf Vordermann gebracht, muss man warten, bis man den nächsten Schluck nehmen darf.
Genau wie früher
Das Spielprinzip an sich hat sich aber im Gegensatz zu den Vorgängern nicht groß geändert. Viele beachten es sogar als stumpf und anspruchslos. Aber Diablo 3 hat wieder diesen gewissen Reiz. Diesen Reiz, noch ein Dungeon zu durchkämmen und nur noch „ein paar“ Gegner umzuhauen. Warum? Weil die alles ausspucken können – von poppeligen Goldstücken (der Währung in Diablo 3) bis hin zu legendären, einmaligen Gegenständen, die mit besonderen Statistiken punkten. Was nicht gut ist, wird dann halt verkauft und bei entsprechendem Kontostand könnt ihr euch dann gleich bessere Waffen und Rüstungsteile besorgen. Eine Neuerung ist der Schmied: Hier könnt ihr neue Items fertigen. Beim Diamanthändler könnt ihr eure Items zudem mit Diamanten kombinieren (was verbesserte Eigenschaften zur Folge hat) und eben jene Edelsteine stufenweise verbessern.
Bunt? Sieht gut aus!
Grafisch hat sich im Gegensatz zu den Vorgängern auch Einiges getan. Viele Fans waren davon zu Beginn nicht besonders angetan, schade dieser Sprung hin zu einer comichaftigeren Grafik doch dem Spiel und der Atmosphäre. Wir können dem nicht zustimmen, denn Diablo 3 sieht in jeder Hinsicht hervorragend aus. Die einzelnen Kapitel sind liebevoll gestaltet, von Wüstenlandschaften bis hin zu verschneiten Schlachtfeldern ist alles dabei, was das Herz begehrt. Richtig gut ist allerdings das Design eurer Gegner: Zombies, Trolle, Ghule und allerhand anderes, abgedrehtes Gesocks will euch zuleibe rücken.
![]() Überall in der Welt findet ihr kleine Nebenquests. |
Dazu kommen butterweiche Animationen, die wirklich hervorragend gelungen sind. Das gilt für euren Charakter genau so wie für die euch entgegen geworfenen Monster, die sich je nach Art anders fortbewegen. Zusammen mit dem roten (!) Blut, den Enthauptungen und der überzeugenden Physik wird Diablo 3 so dem Genre Hack’n’Slay voll und ganz gerecht.
› Kommentare


0 Kommentare