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Risen 2: Dark Waters ... und 'ne Buddel voll Rum
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Mit Gothic schaffte das deutsche Entwicklerstudio Piranha Bytes den Durchbruch. Allerdings gab es irgendwann Zwist mit Publisher JoWood, der die Namensrechte der Reihe innehatte. „Kein Problem“, dachten sich die Mannen „machen wir halt Risen.“. Mit Erfolg. Der erste Teil der Serie verkaufte sich trotz anfänglicher Startprobleme durchweg gut – ein Nachfolger war nur eine Frage der Zeit. Nun steht Risen 2: Dark Waters im Handel. Kann der Titel an den guten Vorgänger anknüpfen? Unser Testbericht klärt euch auf.

Neue Setting, neues Risen?
Schon zu Beginn bemerkt man, dass Risen 2 eine konsequente Fortsetzung des Vorgängers ist. Unser Held aus dem ersten Teil ist auch hier wieder mit an Bord, was man an der Augenklappe erkennt. Die Titanenlords, welche wir im ersten Teil nicht besiegen konnten, legen das bekannte Königreich Faranga in Schutt und Asche. Und unser Held? Der trinkt sich die Hucke voll. Als dann aber noch ein Riesenkraken anfängt, voller Inbrunst Handelsschiffe zu versenken, ist es an ihm, wieder alles zu retten. So machen wir uns eines Nachts auf, um nach Überlebenden und Schiffsbrüchigen zu suchen – genau, das nächste Abenteuer beginnt. Unter ihnen befindet sich auch die hübsche Patty, die Fans des Vorgängers sofort wiedererkennen. Die macht uns auch direkt klar, dass der riesige Kraken nicht umsonst wütet, sondern von Titanenlord Mara ausgesandt wurde, um die letzten Reste der Inquisition zu eliminieren.


Das Piratensetting ist Piranha Bytes sehr gut gelungen.


Das können wir – als Anhänger der Inquisition – natürlich nicht zulassen. Und Patty steht uns zur Seite: Sie weiß von einer Waffe, mit der wir es mit dem Monster aufnehmen können. Ihr Vater Stahlbart, seines Zeichens ein Pirat durch und durch, weiß zudem alles über das Ding. Es kommt wie es kommen muss: Wir mischen uns unter das Piratenvolk der neuen Spielwelt Caldara, um Stahlbart zu finden. Ihr merkt: Risen 2 entfernt sich vom alten Setting und schickt euch in das Zeitalter der Freibeuter. Die Geschichte kommt dabei aber, trotz eingestreuter Zwischensequenzen, nur langsam in Fahrt. Immerhin dürft ihr nebenbei zahlreichen NPCs zuhören, die mitunter ein paar Fetzen zur Geschichte von sich lassen und das Bild so etwas komplettieren. Die sorgen auch dafür, dass uns die Atmosphäre von Risen 2 sehr gut gefallen hat. Das Piratensetting ist perfekt umgesetzt, inklusive seiner Klischees und wird durch die zahlreichen, ulkigen Charaktere perfekt abgerundet. Diverse Minispiele wie ein Wettsaufen (das gehört bei den Piraten ja wohl zum guten Ton) komplettieren das positive Gesamtbild.

Und ‘ne Budel voll Rum
Trotz der gelungenen Atmosphäre hat Risen 2 aber auch seine Macken. Zwar gibt es diesmal keine (wirklich keine!) schwerwiegenden Bugs, die uns beispielsweise am Weiterspielen hindern, aber dafür unpassende Änderungen, die dem Titel nicht gut tun. Da wäre beispielsweise das neue Kampfsystem. Denn neu heißt in diesem Fall nicht gut. So könnt ihr beispielsweise Angriffe nicht blocken. Das Ergebnis davon, ist dass die Kämpfe zu Beginn oft in Klickorgien ausarten, die so keinen Spaß mehr machen – es fehlt schlichtweg jegliche Taktik. Später zeigt Risen 2 zwar Ansätze zur Besserung, wenn etwa Mitglieder eurer Gruppe in den Kampf eingreifen, ausgereift wirkt das Kampfsystem aber leider trotzdem nicht.


Das Kampfsystem geht nicht immer auf.


Bekommt ihr es mit menschlichen Gegnern zu tun, bleibt es im Prinzip dabei. Das Kampfsystem ändert sich im Spielverlauf nur insofern, dass ihr entweder auf Muskete (Inquisition) oder Voodoostab (Eingeborene) zurückgreifen könnt – je nachdem für welchen Weg ihr euch entscheidet. Ganz egal ist das allerdings der Story. Die verläuft in jedem Fall gleich. Besonders Spaß hat uns aber der Voodoozauber bereitet, der genau so daherkommt, wie man sich ihn vorstellt. So können wir die Kontrolle über bestimmte Figuren übernehmen und sie sagen lassen, was sie sagen sollen.

Wie Ihr mögt
Wie in den vorangegangenen Teilen dürft ihr auch in Risen 2 auf unterschiedliche Art und Weise die Quests bewältigen. Rohe Gewalt, Sprachtalent oder gar schleichen – alles ist möglich. Im Verlaufe des Abenteuers erhaltet ihr natürlich Erfahrungspunkte, die ihr in die fünf Fertigkeiten Klingen, Feuerwaffen, Härte, Gerissenheit und Voodoo investiert. Diese Skills könnt ihr entsprechend weiter ausbauen und demzufolge euren Charakter zum Beispiel zum gerissenen Schwertkämpfer oder fiesen Voodoo-Zauberer trainieren. Euer verdientes Gold opfert ihr trotzdem: Um bestimmte Techniken zu erlernen, bedarf es weiterhin einem passenden Lehrer. Dafür kriegt ihr aber auch wortwörtlich was für eure Kohle.


Überall lauern euch Monster, wie diese Gruftspinne, auf.


Das hört sich alles recht simpel an – und tatsächlich: Risen 2 will auch Rollenspiel-Neueinsteigern den Einstieg erleichtern. Das merkt man vor allen Dingen auch zu Beginn, denn im Gegensatz zum Vorgänger läuft man größenteils vorgegebene Levelschläuche entlang. Sowas gab es in der Risen- bzw. Gothic-Serie bis dato nie! Die Umsetzung ist hier zwar gelungen, aber man ist diesen Schritt von der Serie schlichtweg nicht genug – alteingesessene Fans werden sich mitunter ärgern. Außerdem ist Risen 2 mit knapp 30 Spielstunden für ein Rollenspiel relativ kurz ausgefallen. Und ja, alle Erkundung sind dabei mit eingerechnet.

Innen hui, außen pfui?
Grafisch ist Risen 2 ganz ordentlich. Das Inselreich ist den Entwicklern von Piranha Bytes sehr gut gelungen und vermittelt fabelhaftes Piratenflair. Allerdings nutzt der Titel die gleiche Engine wie der Vorgänger und bringt somit auch steife Animationen und unausgewogene Mimik der Charaktere mit sich.


Die Umgebung sieht - trotz veralteter Engine - sehr gut aus.


Keine Blöße gibt man sich aber bei der Vertonung. Die Synchronisation der einzelnen Charakter ist passend und stimmig, die Musikuntermalung sorgt für die passende Atmosphäre.
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Entwickler Piranha Bytes

Verlag Deep Silver

Die bahnbrechende Fortsetzung zum mehrfach preisgekrönten Rollenspiel-Hit Risen von Piranha Bytes! Von der Presse gefeiert und mit unzähligen Preisen ausgezeichnet, darunter auch mit dem Entwicklerpreis als "Bestes Deutsches Rollenspiel 2009", kommt nach Risen jetzt der offizielle Nachfolger und Rollenspielhammer made in Germany! Der deutsche Erfolgsentwickler setzt in Sachen Setting neue Maßstäbe und entführt dich in eine Welt voller Abenteuer im typischen und bekannten Piranha Bytes-Flair. [...]

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