Geht 'ne Blondine in Laden und sagt: „Ich hätt' gern 'nen Schokoriegel, den mit dem Löwen.“ Verkäufer: „Lion?“ Blondine: „Nee, kaufen.“
Nachdem ihr euch nun von eurem Lachkrampf erholt habt, wenden wir uns einer ersteren Thematik zu. Klischeebehaftete Blondinenwitze sind nicht totzukriegen und ... gießt nun mit So Blonde: Zurück auf die Insel erneut Öl aufs Feuer. Und auch wenn ein Adventuregame mit einer strohdoofen Blondine als Protagonisten zunächst einmal ziemlich platt erscheint, konnte der Vorgänger des Spiels alles in allem überzeugen. Mit Zurück auf die Insel bekommen nun Nintendos Konsolen ihre Portion von Sunny Blonde an. Wir haben uns für euch angeschaut, was die Wii und DS Version des Spiels so auf dem Kasten haben.
![]() Sunny Blonde ist zurück. |
Ohne Handtasche geht gar nichts
Das Setting: Sunny Blonde, eine Blondine, die (mehr oder weniger) real gewordene Inkarnation eines jeden Blondinenwitzes findet sich ganz allein auf einer Insel voller Gefahren, Rätsel und Piraten wieder und muss es irgendwie wieder zurück in die Zivilisation schaffen. Das erweist sich natürlich als nicht ganz so einfach, schließlich gibt es auf der Insel nicht einmal ein Hotel (Oh, mein Gott!) und allein das Schminken (gefährliche Insel hin oder her, ungeschminkt herumlaufen geht ja mal gar nicht.) wird zu einer wahren Herausforderung. Das Setting wirkt reichlich klischeebeladen und abgenuckelt, ist es auch, aber trotzdem kann Zurück auf die Insel in Sachen Story und Setting überzeugen. Dazu tragen nicht unwesentlich die liebenswürdigen Charaktere, die recht gelungen Story, die trotz aller Klischees noch seine Würde bewahrt und auch die eingebauten Videospielreferenzen bei.
Das Gameplay erweist sich dabei als ziemlich konventionell, fast schon zu konventionell. Jeder, der ein klassisches Adventure gespielt hat, wird sich in So Blonde sofort zurecht finden, darf allerdings auch nicht mit allzu großen Überraschungen rechnen. Ihr interagiert mit einer gezeichneten 2D-Umgebung, könnt euch Sachen näher angucken, in eurer Inventar aufnehmen, dort gegebenenfalls kombinieren und wieder auf eure Umwelt anwenden. Ein bisschen mehr Mut zur Innovation wäre hier wünschenswert gewesen, gerade da viele (deutsche) Adventures in den letzten Jahren gezeigt haben, wie viel man aus dem schon fast tot geglaubten Adventuregenre noch herausholen kann.
![]() So Blonde ist ein ziemlich konventionelles Adventure (Screen: DS-Version) |
Bei den Rätseln setzt sich dieser Eindruck alles in allem fort. Die Rätsel sind alles in allem ganz nett und gewinnen gerade durch die blondinentypischen Bedürfnisse von Sonny Blonde gehörig an Witz, allerdings sind manche Rätsel auch ein wenig unlogisch und viele Rätsel zu einfach. Aber was heißt hier zu einfach? Wie einfach das Spiel ist hängt stark damit zusammen, ob ihr das Hilfefeature, das euch erlaubt alle Objekte im Bild, mit denen ihr interagieren könnt, sichtbar zu machen eingeschaltet habt oder nicht. Habt ihr es eingeschaltet, verliert das Spiel enorm an Schwierigkeit, habt ihr es jedoch ausgeschaltet, müsst ihr schon oft ganz genau gucken, um erkennen zu können, womit ihr alles agieren könnt. Dies ist ein wenig ärgerlich, da beide Lösungen mit ihren Nachteilen daherkommen. Dafür sorgt ein simples Questmenü, das ihr bei den vielen Aufgaben, die ihr zu bewältigen habt nicht den Überblick verliert.


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