Halo ohne den Master Chief?
Halo 3 ist mittlerweile gut zwei Jahre alt. Jetzt steht mit Halo 3: ODST - zu Beginn unter dem Namen Halo: Recon angekündigt - das erste Stand-Alone-Addon im Handel. Die größte Frage ist unweigerlich: kann der Titel immer noch überzeugen - auch ohne den Master Chief? Wir haben Halo 3: ODST mal genauer für euch unter die Lupe genommen.
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Im neusten Spross der Halo-Reihe seid ihr Mitglied der Orbital Drop Shock Troops, kurz ODST. Übersetzt bedeutet das: ihr seid ein Elite-Soldat, perfekt ausgebildet und für keinen Einsatz zu schade. Dafür sind die ODST-Mitglieder für ihren Mut und ihre Hingabe bekannt - und auch euer aktueller Auftrag wäre nichts für 08/15-Soldaten. An Bord einer Landungskapsel - dem sogenannten "Human Entry Vehicle" (HEV) - schnellen die Einsatzkräfte auf die Planetenoberfläche zu. Deshalb sind sie auch unter dem Namen "Helljumper" bekannt. Natürlich kommt beim aktuellen Einsatz alles anders, als es soll. Die meisten HEVs kommen vom Kurs ab und landen unsanft verteilt in der Stadt Neu-Mombasa.
![]() In der Kampagne tretet ihr Unmengen von Aliens in den Allerwertesten |
Fortan ist es eure Aufgabe, eure Kameraden wieder zu finden und die Covenant-Invasion in Neu-Mombasa mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Spiel schlüpft ihr dabei in die Rolle von Rookie, einem relativ neuem Mitglied der ODST. Rookie findet überall in Neu-Mombasa Hinweise, die Rückblenden auslösen, in denen ihr die Rolle seiner Kollegen Dutch, Buck, Mickey und Romeo übernehmt.
Flachland
Wer die Halo-Serie kennt, bekommt fortan ordentliche Action geboten. In altbekannter Shootermanier ballert ihr allerhand außerirdisches Getier über den Haufen und greift dabei natürlich auf ein umfangreiches Waffenarsenal zurück. Also ODST-Soldat könnt ihr natürlich auch auf einige Extras zurückgreifen. Euer Interface unterscheidet sich beispielsweise maßgeblich von dem bekannten des Master Chiefs. Ihr könnt einen speziellen Sichtmodus aktivieren, der euch unter anderem im Dunkel Vorteile serviert. Gegner werden zum Beispiel farblich hervorgehoben, genauso wie interaktive Punkte der Umgebung. Außerdem könnt ihr natürlich weiterhin am Steuer von diversen Fahrzeugen, wie dem Warthog, Platz nehmen und der Alienbrut ordentlich in den Allerwertesten treten. Zumindest in den Flashbacks.
![]() Auch das ODST-Team greift auf umfangreiches Waffenarsenal zurück |
In der Rolle von Rookie sucht ihr nämlich meistens nur nach Hinweisen in den zerstörten Straßen von Neu-Mombasa. Das macht zu Beginn Spaß, nervt aber mit zunehmendem Spielverlauf. Das hätten die Entwickler von Bungie besser lösen können. Trotzdem punktet ODST auch mit wirklichen Highlights, denn alleine die Feuergefechte sind Halo-typisch ordentlich actionreich ausgefallen, was nicht zuletzt an der sauberen KI liegt.
Feuergefecht
Neben der Kampagne bietet euch Halo 3: ODST zudem einen neuen Modus namens "Firefight". In diesem Modus kämpft ihr entweder alleine oder mit bis zu drei Spielern gegen endlose Gegnerwellen an. Dabei könnt ihr auf die Schießprügel der Kampagne und diverse Fahrzeuge zurück greifen. Durch den Abschuss von diversen Gegnertypen bekommt ihr Punkte zugeschrieben. Während die Highscorejagd im kooperativen Mehrspielermodus per XBox Live eine Mordsgaudi darstellt, fühlt sich die Kampagne im Einzelspielermodus durch solche Phasen stark gestreckt an.
![]() Der Firefight-Modus ist mit menschlichen Mitspielern eine Mordsgaudi |
Doch damit nicht genug: auf der zweiten Disc findet ihr zudem den kompletten Mehrspielermodus von Halo 3 - inklusiver aller Map-Packs! Obendrauf spendierten die Mannen von Bungie zudem drei extra Maps. Zusammen kommt der Mehrspielermodus so auf 24 Karten, die allesamt durchweg positiv gestaltet sind. Schnellen Mehrspielergefechten steht somit nichts mehr im Wege. Technisch versierte Spieler können mit dem beiliegenden Editor gar neue Maps basteln - für Langzeitmotivation im Mehrspielermodus ist also gesorgt. Hier habt ihr die Wahl zwischen Deathmatch, Team-Deathmatch und dem Social Big Team-Modus, in welchem ihr mit bis zu sieben Mitspielern diverse Aufgaben erledigt. Außerdem wurden die beim Vorgänger beliebten Community-Features wieder integriert, dazu gehören Screenshots und Videos, die ihr von euren Mehrspielerpartien anlegen könnt. Als ganz besonderes Schmankerl liegt dem Spiel außerdem ein Zugang zum Multiplayer-Betatest von Halo: Reach bei. Der Betatest soll, nach aktuellen Erkenntnissen, 2010 starten.
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Grafisch ähnelt Halo 3: ODST sehr seinem großen Bruder, Halo 3. Kein Wunder, handelt es sich bei dem Titel doch um ein alleine lauffähiges Addon. Neben tollen Explosionseffekten hat uns zudem die detaillierte Beleuchtung gefallen. Doch ODST hat auch seine Schattenseiten, im wahrsten Sinne des Wortes. Die teils sehr dunklen Abschnitte im Neu-Mombasa wirken zum Beispiel sehr monoton, Details müsst ihr mit der Lupe suchen. Das genaue Gegenteil davon sind die gelungenen Zwischensequenzen, wenn auch manche Animationen etwas Feintuning hätten vertragen können.
![]() Gerade bei den atmosphärischen Zwischensequenzen kann Halo 3: ODST punkten |
Auch beim Soundtrack macht der Titel über weite Strecken nichts falsch. Dezente Musik bleibt bei den Gefechten stets im Hintergrund und fällt nicht störend auf. Warum allerdings teilweise gar keine musikalische Untermalung geboten wird, wissen wohl nur die Entwickler. Die Synchronisation ist zudem leider absolut nicht gelungen. Oftmals klingen die Sprecher gelangweilt, was dem Spiele viel Atmosphäre raubt. Hier hätten wir Besseres erwartet.
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Halo 3: ODST
Shooter
Entwickler: Bungie
Verlag: Microsoft Game Studios
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Bekannt für ihren Mut, ihre Leistungsbereitschaft und ihre Hingabe, gehören die ODST zu den gefährlichsten UNSC-Soldaten. Sie sind stolz darauf, immer als Erste in den Kampf geschickt zu werden. Sie sind zwar nicht so groß und verfügen auch nicht über die gleichen Waffen wie ihre Spartaner-Kollegen. Doch diesen Nachteil machen sie durch beispielhaften Kampfgeist locker wieder wett.weiterlesen

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