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gamescom 2017 - Part Lars Von Vampiren, Hexern und Pizzabäckern
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In der Ecke: Indie-Ecke
Zuletzt hatten wir während der offiziellen Besuchertage natürlich auch etwas Zeit, uns vor den Kulissen zu bewegen und ganz normal durch die Hallen zu streifen. Hierbei zieht mich persönlich jedes Jahr die Indie Arena Booth mit ihren zahlreichen Ständen magisch an. Da dieses Jahr aber wieder über 80 verschiedene Spiele gezeigt wurden, können wir hier leider nicht jeden der Titel einzeln aufzählen, darum legen wir euch hier direkt ans Herz, nächstes Jahr in der letzten vollen Augustwoche, wenn es wieder heißt „Celebrate the Games!“ selber mal durch die Indie Arena zu schlendern und euch davon zu überzeugen, dass es nicht immer einen riesigen Publisher und Entwickler mit hunderten von Angestellten braucht, um ganz spezielle Spiele zu erschaffen. Aber genug davon, hier gibt es nun einige der Perlen der diesjährigen Indie-Ecke im Schnelldurchlauf:

Aegis Defenders von Guts Department und HumbleBundle vereint Metriodvania mit Tower Defense und schickt euch in einer schönen 2D-Plattformer-Welt auf die Suche nach der legendären Waffe Aegis, die als einziges noch euer Heimatdorf retten kann.

In All I Have is Time von Threaks bekommt ihr die Möglichkeit, in der Zeit zu reisen, um verzwickten Situationen zu entkommen und herauszufinden, ob das Desaster, das einst eure Heimat zerstörte, abzuwenden gewesen wäre. Die Zeitsprungmechanik ist hierbei sehr interessant gestaltet, da sie euch an dem Ort, an dem ihr gerade steht in durch die Zeit schickt und ihr so zum Beispiel Hürden, die euch in einem Zeitstrang behindern durch einen einfachen Sprung aus dem Weg schaffen könnt.

Blind von Tiny Bull und Surprise Attack hingegen gibt allen Besitzern eines VR-Headsets die Möglichkeit, euch nur durch Echoortung und den dadurch entstehenden groben Umrissen der Umwelt in einem Storygetriebenen psychologischen Thriller durch die Welt eines blinden Mädchens zu bewegen. Euer Ziel ist es, herauszufinden, was in der unheimlichen Villa, in der ihr aufgewacht seid, vor sich geht und wie ihr überhaupt erst an diesen Ort gelangt seid.

Dead Cells könnte schon dem Einen oder Anderen von euch bekannt sein. Entwickelt von Motion Twin, stellt Dead Cells einen unbarmherzigen 2D-Roguelike-Metroidvania-Action-Plattformer dar, der euch an die Grenzen des Rage-Quits treibt, wenn ihr schon wieder gestorben seid und euch klar wird, dass das Spiel über keinen einzigen Checkpoint verfügt und euch trotzdem immer wieder fesselt. Hier heißt es: Kill, die, learn, repeat.

Dyo von Team Dyo überrascht durch seine einzigartige Spielmechanik. In dem lokalen Koop-Game seid ihr und ein Freund als Minotauren in einem alten griechischen Labyrinth gefangen. Um zu entkommen, könnt ihr eure Split-Screens an jedem beliebigen Ort eins werden lassen und sie wieder voneinander entfernen, um so die Ausgänge in jedem Level zu finden.

In Felix the Reaper übernehmt ihr dann die Rolle des Todes. Ausgestattet mit Kopfhörern und etwas Musik tanzt ihr euch in dem 3D-Puzzle-Game von Level zu Level, um am Ende jedes Abschnittes ein bestimmtes Ziel zu erledigen. Das Besondere: Während ihr agiert, steht die Welt um euch herum still. Eure Aufgabe ist es, mit verschiedenen Objekten in eurer Umgebungen so zu interagieren, dass ihr immer ein bestimmtes Ziel erreicht. Der Clou: ihr dürft euch nur in den Schatten bewegen.

Lonely Mountains: Downhill von Megagon Industries ist etwas für jeden von euch, der auf Downhill-Biking steht. In dem Spiel geht es im Grunde „nur“ darum, mit eurem Bike so weit es geht bergab zu fahren, ohne zu stürzen. Begleitet wird das Ganze durch einen wunderschönen Polygon-Look.

Als weiteres Zeitreisenden-Spiel gibt es dann noch Reverse: Time Collapse von Meangrip. In dem Action-Adventure übernehmt ihr die Rolle verschiedener Zeitreisender, die durch einen Unfall in einem Labor in verschiedene Zeiten geschickt werden. Eure Aufgabe ist es nun, in der Vergangenheit dafür zu sorgen, dass dieser Unfall nicht noch einmal geschieht. Hierbei werdet ihr gleichzeitig an einige der größten Zeitpunkte der Geschichte geschickt, wie zum Beispiel der Mord an dem US-Amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, der Angriff auf die Twin Towers oder zu dem vermeintlichen UFO-Absturz in Roswell.

In Russian Subway Dogs von Spooky Squid Games geht es, wie man erahnen könnte, in die Russischen U-bahn-Schächte. Hier kämpft ihr als Hund in schneller 2D-Action-Arcade-Manier um euer Überleben. Ihr müsst Nahrung suchen, während ihr gleichzeitig Vodkaflaschen, anderen Hunden und den berühmt-berüchtigten U-Bahn-Bären ausweicht.

Und Last but bei Weitem not Least: The Innerfriend von Playmind. Hier schlüpft ihr in die Rolle eines Kindes und durchlebt dessen Träume: sowohl angenehmer Natur, als auch die Alpträume. Das Spiel sieht wunderbar aus, lässt sich gut steuern und spielt mit Ängsten und Träumen, die viele von euch schon einmal so oder so ähnlich gehabt haben könnten. Gerade das Setting und die Mechaniken machen The Innerfriend zu einem meiner persönlichen Highlights der Indie Arena Booth.

Somit wären wir am Ende der Liste angelangt. Wie oben schon erwähnt, konnten wir aufgrund der schieren Masse an Informationen leider nicht jedes einzelne Spiel, das wir uns in den 5 Tagen auf der Gamescom angeguckt haben, mit in den Artikel packen. Wir hoffen dennoch, dass wir euch in den zwei Parts noch einmal einen groben Überblick über das kommende Lineup der nächsten Monate und Jahre geben und eurem Gedächtnis ein wenig auf die Sprünge helfen konnten. Was ihr daraus macht, bleibt wie immer euch überlassen.


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